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Betz-Zelle: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Betz-Zellen''' sind nach ihrem Entdecker, dem Anatomen Vladimir Betz, benannte, besonders große [[Pyramidenzelle|Pyramidenzellen]]
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Betz-Zellen kommen im [[motorischer Kortex|primär motorischen Kortex]] (Area 4, [[Gyrus praecentralis]]) vor. Sie sind in der [[Isocortex|Lamina Vb]] lokalisiert und haben einen massiven, dreieckigen Zellkörper ([[Perikaryon]]), der einen Durchmesser von bis zu 100 µm erreicht.  
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Betz-Zellen kommen im [[motorischer Kortex|primär motorischen Kortex]] (Area 4, [[Gyrus praecentralis]]) vor. Sie sind in der [[Isocortex|Lamina Vb]] lokalisiert und haben einen massiven dreieckigen Zellkörper ([[Perikaryon]]), der einen Durchmesser von bis zu 100 µm erreicht.  
  
 
Eine Betz-Zelle besitzt einen ausgedehnten [[Dendrit|Dendritenbaum]], der von allen Seiten des Perikaryons entspringt, sich in alle Schichten der [[Cortex cerebri|Großhirnrinde]] verzweigt und deshalb ein großes [[rezeptives Feld]] besitzt. Das bis zu 20 µm breite, stark myelinisierte und folglich schnell leitende [[Axon]] zieht als wichtigste [[Efferenz]] der [[Pyramidenbahn]] unter Abgabe von [[Kollaterale|Kollateralen]] ins [[Rückenmark]] hinab und bildet dort eine [[Glutamat|glutamaterge]] [[exzitatorisch]]e [[Synapse]] mit einer motorischen [[Vorderhornzelle]]. Betz-Zellen regulieren daher besonders feine Bewegungen v. a. der distalen Extremitätenmuskeln.
 
Eine Betz-Zelle besitzt einen ausgedehnten [[Dendrit|Dendritenbaum]], der von allen Seiten des Perikaryons entspringt, sich in alle Schichten der [[Cortex cerebri|Großhirnrinde]] verzweigt und deshalb ein großes [[rezeptives Feld]] besitzt. Das bis zu 20 µm breite, stark myelinisierte und folglich schnell leitende [[Axon]] zieht als wichtigste [[Efferenz]] der [[Pyramidenbahn]] unter Abgabe von [[Kollaterale|Kollateralen]] ins [[Rückenmark]] hinab und bildet dort eine [[Glutamat|glutamaterge]] [[exzitatorisch]]e [[Synapse]] mit einer motorischen [[Vorderhornzelle]]. Betz-Zellen regulieren daher besonders feine Bewegungen v. a. der distalen Extremitätenmuskeln.
 
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Version vom 14. Mai 2008, 18:02 Uhr

Synonyme: Betz-Pyramidenzelle, Betz-Riesenpyramidenzelle, Riesenpyramidenzelle
Englisch: Betz cell

1 Definition

Betz-Zellen sind nach ihrem Entdecker, dem Anatomen Vladimir Betz, benannte, besonders große Pyramidenzellen.

2 Histologie

Betz-Zellen kommen im primär motorischen Kortex (Area 4, Gyrus praecentralis) vor. Sie sind in der Lamina Vb lokalisiert und haben einen massiven dreieckigen Zellkörper (Perikaryon), der einen Durchmesser von bis zu 100 µm erreicht.

Eine Betz-Zelle besitzt einen ausgedehnten Dendritenbaum, der von allen Seiten des Perikaryons entspringt, sich in alle Schichten der Großhirnrinde verzweigt und deshalb ein großes rezeptives Feld besitzt. Das bis zu 20 µm breite, stark myelinisierte und folglich schnell leitende Axon zieht als wichtigste Efferenz der Pyramidenbahn unter Abgabe von Kollateralen ins Rückenmark hinab und bildet dort eine glutamaterge exzitatorische Synapse mit einer motorischen Vorderhornzelle. Betz-Zellen regulieren daher besonders feine Bewegungen v. a. der distalen Extremitätenmuskeln.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Mai 2008 um 16:02 Uhr bearbeitet.

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