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Bergungstod

Version vom 22. August 2017, 22:25 Uhr von Jan Polzer (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Der Bergungstod stellt in der Notfallmedizin einen thermischen Notfall dar, speziell im Bereich Unterkühlung (Hypothermie).

2 Komplikationen

  • Kammerflimmern Das hypotherme Herz schlägt bradykard und hat eine niedrige Flimmerschwelle, durch starke Bewegungen während der Rettung kann es zum Rückfluss von kälteren Blut aus der Peripherie zum wärmeren, zentralen Kreislauf kommen. Dieser Reiz kann Kammerflimmern auslösen. Des weiteren kann die Gabe von Katecholaminen zu Kammerflimmern führen.
  • Nachkühlung (siehe Afterdrop) nach der Rettung aus der kalten Umgebung ist mit weiteren abfallen der Körperkerntemperatur um 3 °C zu rechnen. Dieser Umstand kann zu Komplikationen führen.
  • Wiedererwärmungskollaps bei der Wiedererwärmung kann es zu einem Blutdruckabfall durch periphere Vasodilatation kommen.

3 Therapie

Entscheidend für eine Vermeidung des Kammerflimmern ist primär eine behutsame Rettung der Person vom Unfallort um ein Rückfließen des Blutes aus der Peripherie zu verhindern. In der Wiedererwärmungsphase muss ausreichend Volumentherapie betrieben werden. Katecholamine sollten erst ab eine Körpertemperatur von über 30°C eingesetzt werden.

Diese Seite wurde zuletzt am 24. August 2017 um 17:35 Uhr bearbeitet.

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