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Benazepril: Unterschied zwischen den Versionen

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Benazepril moduliert das [[Renin-Angiotensin-Aldosteron-System]] ([[RAAS]]) des Menschen, das für die Regulation des [[Blutdruck]]es und des [[Wasser]]haushaltes zuständig ist. Als ACE-Hemmer wirkt Benazepril über eine [[Inhibition]] des Angiotensin Converting Enzyms ([[ACE]]) und führt hierdurch zu einer verminderten Bildung von [[Angiotensin II]] aus [[Angiotensin I]]. Dies führt konsekutiv zu einem reduzierten Gefäßtonus und, über den sinkenden Angiotensin II-Spiegel, zu einer geringeren Freisetzung von [[Aldosteron]] aus der [[Nebennierenrinde]].
  
 
Benazepril hemmt auch die [[Kininase II]], ein Enzym das für den Abbau von [[Bradykinin]] zuständig ist. Dies erklärt einige der unerwünschten Wirkungen der Substanzgruppe der ACE-Hemmer.
 
Benazepril hemmt auch die [[Kininase II]], ein Enzym das für den Abbau von [[Bradykinin]] zuständig ist. Dies erklärt einige der unerwünschten Wirkungen der Substanzgruppe der ACE-Hemmer.

Version vom 29. September 2008, 20:40 Uhr

Handelsnamen: Lotensin HCT®, Lotrel®
Englisch: Benazepril

1 Definition

Benazepril ist ein Antihypertensivum aus der Gruppe der ACE-Hemmer. Es wird bei der Behandlung von arterieller Hypertonie und Herzinsuffizienz eingesetzt.

2 Chemie

Die genaue chemische Bezeichnung (IUPAC-Name) von Benazepril lautet: 2-[(4S)-4-[[(1S)-1-ethoxycarbonyl-3-phenyl-propyl]amino]- 3-oxo-2-azabicyclo[5.4.0]undeca-7,9,11-trien-2-yl]acetic acid

Die Summenformel des Stoffes ist: C24H28N2O5

Die Molekulare Masse (Molekulargewicht) beträgt: 424.49 g/mol

3 Wirkmechanismus

Benazepril moduliert das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) des Menschen, das für die Regulation des Blutdruckes und des Wasserhaushaltes zuständig ist. Als ACE-Hemmer wirkt Benazepril über eine Inhibition des Angiotensin Converting Enzyms (ACE) und führt hierdurch zu einer verminderten Bildung von Angiotensin II aus Angiotensin I. Dies führt konsekutiv zu einem reduzierten Gefäßtonus und, über den sinkenden Angiotensin II-Spiegel, zu einer geringeren Freisetzung von Aldosteron aus der Nebennierenrinde.

Benazepril hemmt auch die Kininase II, ein Enzym das für den Abbau von Bradykinin zuständig ist. Dies erklärt einige der unerwünschten Wirkungen der Substanzgruppe der ACE-Hemmer.

4 Pharmakokinetik

Benazepril wird oral appliziert und weißt eine Plasmahalbwertszeit von etwa 11 Stunden auf.

Benazepril wird sowohl hepatisch als auch renal eliminiert.

5 Anwendungsgebiete

Benazepril wird bei der Behandlung der arteriellen Hypertonie und der Herzinsuffizienz (indiziert in allen Stadien der chronischen Herzinsuffizienz) eingesetzt.

6 Nebenwirkungen

Durch die Akkumulation von Bradykinin und Substanz P kann es bei der Behandlung mit Beanzepril zu einer Reihe unerwünschter Wirkungen kommen. Hierzu zählen unter anderem:


Allergisch bedingt kann es zu Thrombozytopenien und Neutropenien bis hin zum anaphylaktischen Schock kommen. Sehr seltene Nebenwirkungen sind ebenso die hämolytische Anämie und die Leberfunktionsstörung.

7 Kontraindikationen

Die Gabe von Benazepril ist kontraindiziert beim Vorliegen folgender Erkrankungen:

8 Wechselwirkung

Wird Benazepril mit Kalium-sparenden Diuretika kombiniert kann es zu einer Hyperkaliämie kommen. Bei der Kombination mit nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) sinkt die Wirksamkeit des ACE-Hemmers.

9 Verordnungshinweis

Benazepril ist verschreibungspflichtig

Diese Seite wurde zuletzt am 17. Oktober 2008 um 17:51 Uhr bearbeitet.

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