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Beckenverletzung: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter einer Beckenverletzung versteht man eine traumatisch bedingte, anatomische Veränderung des Beckenknochens.
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Unter einer Beckenverletzung versteht man eine traumatisch bedingte, anatomische Veränderung des Beckenknochens. Handelt es sich bei dieser Veränderung um eine Fraktur, spricht man von einer [[Beckenfraktur]].
Sollte dabei eine Fraktur entstehen, spricht man von einer [[Beckenfraktur]].
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Schwere Beckenverletzungen können einen hohen Blutverlust verursachen. Sie stellen damit eine akute Bedrohung für den Patienten dar und gehen mit einer hohen [[Letalität]]srate einher. Präklinisch sollte bei relevanten Traumata (z.B. [[Hochrasanztrauma]]ta, bei älteren Patienten auch Stürze) frühzeitig an die Verwendung einer [[Beckenschlinge]] gedacht werden.
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== Behandlungsschema ==
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Das '''KISS-Schema''' ist ein kurzer Behandlungsalgorithmus für [[Beckenverletzung]]en. Es besagt, dass wenn
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* die '''K'''inematik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
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* die '''I'''nspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
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* der Patient '''S'''chmerzen im Bereich des [[Becken]]s oder der unteren [[Extremität]]en angibt,
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ist eine '''S'''tabilisierung des Beckens im Sinne einer [[Beckenschlinge]] indiziert.
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Bei auffälligem '''KIS'''-Befund wird das Becken nicht palpiert, sondern sofort eine Beckenschlinge angebracht. Sind alle drei Kriterien negativ, kann die Stabilität überprüft werden. Dies sollte im klinischen Umfeld nur von erfahrenen Unfallchirurgen geschehen, da die präklinische Manipulation des Beckens zu keinem Vorteil für den Patienten und seine weitere Behandlung führt.
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== Quellen ==
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* Gassauer, M.; Münzberg, M.; Kreinest, M. (2015): Notärztliche Versorgung von Traumapatienten. In: Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 10 (05), S. 391–403. DOI: 10.1055/s-0041-104490.
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* https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/html/10.1055/s-0043-109043

Version vom 29. Januar 2019, 15:04 Uhr

1 Definition

Unter einer Beckenverletzung versteht man eine traumatisch bedingte, anatomische Veränderung des Beckenknochens. Handelt es sich bei dieser Veränderung um eine Fraktur, spricht man von einer Beckenfraktur.

Schwere Beckenverletzungen können einen hohen Blutverlust verursachen. Sie stellen damit eine akute Bedrohung für den Patienten dar und gehen mit einer hohen Letalitätsrate einher. Präklinisch sollte bei relevanten Traumata (z.B. Hochrasanztraumata, bei älteren Patienten auch Stürze) frühzeitig an die Verwendung einer Beckenschlinge gedacht werden.

2 Behandlungsschema

Das KISS-Schema ist ein kurzer Behandlungsalgorithmus für Beckenverletzungen. Es besagt, dass wenn

  • die Kinematik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
  • die Inspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
  • der Patient Schmerzen im Bereich des Beckens oder der unteren Extremitäten angibt,

ist eine Stabilisierung des Beckens im Sinne einer Beckenschlinge indiziert.

Bei auffälligem KIS-Befund wird das Becken nicht palpiert, sondern sofort eine Beckenschlinge angebracht. Sind alle drei Kriterien negativ, kann die Stabilität überprüft werden. Dies sollte im klinischen Umfeld nur von erfahrenen Unfallchirurgen geschehen, da die präklinische Manipulation des Beckens zu keinem Vorteil für den Patienten und seine weitere Behandlung führt.

3 Quellen

Diese Seite wurde zuletzt am 29. Januar 2019 um 15:04 Uhr bearbeitet.

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