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Beatmungsbeutel: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei der Beatmung sollte an den Beatmungsbeutel möglicht Sauerstoff mit einem [[Flow]] von 12-15 Litern angeschlossen werden. Desweiteren kann bei den meisten Mehrwegbeatmungsbeuteln ein Demand-Ventil angeschlossen werden, welches im Gegensatz zur Sauerstoffzufuhr über Sauerstoffschlauch und Reservoir die maximal mögliche inspiratorische Sauerstoffkonzentration von 80-90% auf 100% steigert, was die Beatmung maximal effizient macht.  Die Beatmungsmaske wird mittels [[C-Griff]] auf Mund und Nase des Patienten fixiert. Zur Beatmung kann ein [[Güdeltubus|Güdel]]- oder [[Wendltubus]] verwendet werden, um ein Absinken des [[Zungengrund]]es zu verhindern.  
 
Bei der Beatmung sollte an den Beatmungsbeutel möglicht Sauerstoff mit einem [[Flow]] von 12-15 Litern angeschlossen werden. Desweiteren kann bei den meisten Mehrwegbeatmungsbeuteln ein Demand-Ventil angeschlossen werden, welches im Gegensatz zur Sauerstoffzufuhr über Sauerstoffschlauch und Reservoir die maximal mögliche inspiratorische Sauerstoffkonzentration von 80-90% auf 100% steigert, was die Beatmung maximal effizient macht.  Die Beatmungsmaske wird mittels [[C-Griff]] auf Mund und Nase des Patienten fixiert. Zur Beatmung kann ein [[Güdeltubus|Güdel]]- oder [[Wendltubus]] verwendet werden, um ein Absinken des [[Zungengrund]]es zu verhindern.  
  
Beatmungsbeutel sind als Einweg- (PVC) oder Mehrwegbeatmungsbeutel (Silikon) und zudem für Erwachsene, Kinder und Säuglinge erhältlich. Die Beatmung sollte nur von medizinischen Personal durchgeführt werden, da die Gefahr der [[Magenbeatmung]] bei zu hohem [[Beatmungsdruck]] besteht. Ein in der Notfallmedizin neueres Prinzip der Erfolgskontrolle der Beatmung von nicht inubierten Patienten unter Maskenbeatmung, ist neben der sichtbaren Thoraxexkursion und dem hören von Beatmungsgeräuschen die Kapnometrie, welche in der Anästhesie schon über lange Zeit ein- gesetzt wird. Hierbei können neuartige Notfall-Kapnometer zwischen Beatmungsbeutel und Maske gesteckt werden und die Effektivität der Beatmung direkt abgelesen und bei bedarf angepasst werden.
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Beatmungsbeutel sind als Einweg- (PVC) oder Mehrwegbeatmungsbeutel (Silikon) und zudem für Erwachsene, Kinder und Säuglinge erhältlich. Die Beatmung sollte nur von medizinischen Personal durchgeführt werden, da die Gefahr der [[Magenbeatmung]] bei zu hohem [[Beatmungsdruck]] besteht. Ein in der Notfallmedizin neueres Prinzip der Erfolgskontrolle der Beatmung von nicht inubierten Patienten unter Maskenbeatmung, ist neben der sichtbaren Thoraxexkursion und dem hören von Beatmungsgeräuschen die Kapnometrie, welche in der Anästhesie schon über lange Zeit ein gesetzt wird. Hierbei können neuartige Notfall-Kapnometer zwischen Beatmungsbeutel und Maske gesteckt werden und die Effektivität der Beatmung direkt abgelesen und bei bedarf angepasst werden.
 
[[Fachgebiet:Anästhesiologie]][[Fachgebiet:Notfallmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Anästhesiologie]][[Fachgebiet:Notfallmedizin]]

Version vom 23. November 2009, 21:22 Uhr

Synonym: Ambubeutel

1 Definition

Der Beatmungsbeutel ist ein in der Notfallmedizin, teilweise auch in der Anästhesie eingesetztes Medizingerät, welches aus einem Hohlkörper und mehreren Ventilen besteht und zur Beatmung eingesetzt wird.

2 Funktionsprinzip

Über ein Ventil gelangt Umgebungsluft oder Sauerstoff in den Hohlkörper und wird über das Patientenventil mittels Beatmungsmaske oder über den Endotrachealtubus (Larynxtubus, Larynxmaske, Combitubus) in die Lungen des Patienten befördert, der unzureichend oder nicht atmet.

3 Anwendung

Bei der Beatmung sollte an den Beatmungsbeutel möglicht Sauerstoff mit einem Flow von 12-15 Litern angeschlossen werden. Desweiteren kann bei den meisten Mehrwegbeatmungsbeuteln ein Demand-Ventil angeschlossen werden, welches im Gegensatz zur Sauerstoffzufuhr über Sauerstoffschlauch und Reservoir die maximal mögliche inspiratorische Sauerstoffkonzentration von 80-90% auf 100% steigert, was die Beatmung maximal effizient macht. Die Beatmungsmaske wird mittels C-Griff auf Mund und Nase des Patienten fixiert. Zur Beatmung kann ein Güdel- oder Wendltubus verwendet werden, um ein Absinken des Zungengrundes zu verhindern.

Beatmungsbeutel sind als Einweg- (PVC) oder Mehrwegbeatmungsbeutel (Silikon) und zudem für Erwachsene, Kinder und Säuglinge erhältlich. Die Beatmung sollte nur von medizinischen Personal durchgeführt werden, da die Gefahr der Magenbeatmung bei zu hohem Beatmungsdruck besteht. Ein in der Notfallmedizin neueres Prinzip der Erfolgskontrolle der Beatmung von nicht inubierten Patienten unter Maskenbeatmung, ist neben der sichtbaren Thoraxexkursion und dem hören von Beatmungsgeräuschen die Kapnometrie, welche in der Anästhesie schon über lange Zeit ein gesetzt wird. Hierbei können neuartige Notfall-Kapnometer zwischen Beatmungsbeutel und Maske gesteckt werden und die Effektivität der Beatmung direkt abgelesen und bei bedarf angepasst werden.

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