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Barbiturat: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Barbiturate''' bezeichnet man eine Gruppe von [[Arzneistoff]]en mit [[sedierend]]er, [[hypnotisch]]er und [[narkotisch]]er Wirkung. Sie leiten sich von der Barbitursäure ab (Diureide) und wirken [[biochemisch]] über den [[GABA-Rezeptor]].
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Barbiturare finden Verwendung als [[Injektionsnarkotikum|Injektionsnarkotika]] (kurz wirkende Barbiturate) und als [[Antiepileptikum|Antiepileptika]].
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Barbiturare finden Verwendung als [[Injektionsnarkotikum|Injektionsnarkotika]] (kurz wirkende Barbiturate) und als [[Antiepileptikum|Antiepileptika]]. Auch zur Senkung des Hirndrucks werden sie eingesetzt.
  
 
Aufgrund der Risiken (Gefahr der [[Abhängigkeit]], [[Toxizität]]) werden sie nicht mehr als [[Schlafmittel]] eingesetzt.
 
Aufgrund der Risiken (Gefahr der [[Abhängigkeit]], [[Toxizität]]) werden sie nicht mehr als [[Schlafmittel]] eingesetzt.
  
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Zu den unerwünschten Nebenwirkungen gehören u.a. [[Sedierung]], [[Schwindel]], [[Amnesie]], [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Hautreaktion]]en, und [[Leberfunktionsstörung]]en. Bei einer [[Vergiftung]] mit Barbituraten treten Atem- und Herzstillstand auf.
 
Zu den unerwünschten Nebenwirkungen gehören u.a. [[Sedierung]], [[Schwindel]], [[Amnesie]], [[Übelkeit]], [[Erbrechen]], [[Hautreaktion]]en, und [[Leberfunktionsstörung]]en. Bei einer [[Vergiftung]] mit Barbituraten treten Atem- und Herzstillstand auf.
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Bei versehentlicher intraarterieller oder paravasaler Gabe wirken Barbiturate stark Gewebsschädigend und müssen sofort durch NaCl verdünnt werden.
 
Bei einer Langzeitbehandlung entwickelt sich eine starke Abhängigkeit, weswegen Vorsicht geboten ist! Bei Entzug können [[Übererregbarkeit]], [[Angst]] und [[Krampfanfall|Krampfanfälle]] auftreten.  
 
Bei einer Langzeitbehandlung entwickelt sich eine starke Abhängigkeit, weswegen Vorsicht geboten ist! Bei Entzug können [[Übererregbarkeit]], [[Angst]] und [[Krampfanfall|Krampfanfälle]] auftreten.  
 
Barbiturate unterliegen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung ([[BtMVV]]).
 
Barbiturate unterliegen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung ([[BtMVV]]).
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Porphyrie ist eine Kontraindikation da Barbiturate die Aminolävulinsäuresynthase induzieren, und sich somit vermehrt Zwischenprodukte der Hämsynthese anreichern.
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Auch ein Status Asthmaticus ist eine Kontraindikation aufgrund einer Histaminfreisetzung durch Barbiturate.
 
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Version vom 15. Mai 2016, 10:44 Uhr

Englisch: barbiturate

1 Definition

Als Barbiturate bezeichnet man eine Gruppe von Arzneistoffen mit sedierender, hypnotischer und narkotischer Wirkung. Sie leiten sich von der Barbitursäure ab (Diureide)

2 Einteilung

Man unterscheidet folgende Typen von Barbituraten:

3 Wirkweise

Barbiturate wirken biochemisch als direkter Agonist an GABAa-Rezeptoren. So verstärken sie deren inhibitorische Wirkung. Zudem wirken sie hemmend an glutamatergen AMPA-Rezeptoren. In höheren Dosierungen können sie spannungsgesteuerte Natriumkanäle blockieren.

4 Verwendung

Barbiturare finden Verwendung als Injektionsnarkotika (kurz wirkende Barbiturate) und als Antiepileptika. Auch zur Senkung des Hirndrucks werden sie eingesetzt.

Aufgrund der Risiken (Gefahr der Abhängigkeit, Toxizität) werden sie nicht mehr als Schlafmittel eingesetzt.

5 Nebenwirkungen

Zu den unerwünschten Nebenwirkungen gehören u.a. Sedierung, Schwindel, Amnesie, Übelkeit, Erbrechen, Hautreaktionen, und Leberfunktionsstörungen. Bei einer Vergiftung mit Barbituraten treten Atem- und Herzstillstand auf. Bei versehentlicher intraarterieller oder paravasaler Gabe wirken Barbiturate stark Gewebsschädigend und müssen sofort durch NaCl verdünnt werden. Bei einer Langzeitbehandlung entwickelt sich eine starke Abhängigkeit, weswegen Vorsicht geboten ist! Bei Entzug können Übererregbarkeit, Angst und Krampfanfälle auftreten. Barbiturate unterliegen der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV).

6 Kontraindikationen

Porphyrie ist eine Kontraindikation da Barbiturate die Aminolävulinsäuresynthase induzieren, und sich somit vermehrt Zwischenprodukte der Hämsynthese anreichern. Auch ein Status Asthmaticus ist eine Kontraindikation aufgrund einer Histaminfreisetzung durch Barbiturate.

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