Azidose

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Englisch: acidosis

1 Definition

Eine Azidose (Übersäuerung) ist eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes, die mit einem Absinken des pH-Werts im Blut unter 7,35 einhergeht.

2 Formen

Je nach Ursache unterscheidet man Störungen, die durch eine mechanische Atemwegsbehinderung bedingt sind (respiratorische Azidosen), von Störungen, die durch Stoffwechselveränderungen verursacht werden (metabolische Azidosen).

3 Diagnostik

Azidosen lassen sich mit Hilfe einer Blutgasanalyse nachweisen. Durch die Bestimmung von Bikarbonat und Kohlendioxidpartialdruck im arteriellen Blut kann man zwischen einer respiratorischen und einer metabolischen Störung unterscheiden. Bei einer respiratorischen Azidose liegt ein erhöhter CO2-Partialdruck (PCO2) vor, während es bei einer metabolischen Azidose zu einer Negativierung des Base excess (BE) kommt.

Im Rahmen einer Gegenregulierung des Körpers führt die metabolische Azidose durch Hyperventilation kompensatorisch zu einer Erniedrigung des CO2-Partialdruckes (PCO2).

Bei Vorliegen einer respiratorischen Azidose kommt es zur metabolischen Kompensation, indem der Körper vermehrt Basen ins Blut ausscheidet. Dadurch entsteht ein positiver Base excess.

siehe auch: Alkalose

Autoren: https://flexikon.doccheck.com/de/index.php?title=Azidose&action=history

Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Azidose

Fachgebiete: Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Mai 2014 um 07:33 Uhr bearbeitet.

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