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Austreibungsphase: Unterschied zwischen den Versionen

 
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In Ruhe betraegt die Dauer der Austreibungsphase ca. 210ms.
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''Synonym: Auswurfphase''
Die Austreibungsphase beginnt ab dem Zeitpunkt, wo sich die Taschenklappen ( Aotenklappe bzw. Pulmonalklappe) őffnen. Dies geschieht bei einem Druckanstieg des Linken Ventrikels űber dem des Aotrendrucks ( 80mmHg) und des rechten Ventrikels űber dem Pulmonaldruck (10 mmHg). Im Laufe des Blutausstroms in die Aorta/A.pulmonalis steigen die Drűcke in den Ventrikel weiter an, welches durch die Abnahme des Ventrikelradius und Wandspannung, bei gleichzeitiger Zunahme der Wanddicke zu erklaeren ist ( Laplace-Gesetz). Hier wird der meiste Teil des Schlagvolumens rasch ausgeworfen, so dass die Stromstaerke in der Aota ihr Maximum ( 500 ml/s) erreicht, genannt auch als frűhe Phase der Austreibung. Im EKG kann man nun die Erregungsrűckbildung als T-Welle erkennen, bei der Rest des Schlagvolumens langsamer ausgeworfen wird, bei gleichzeitigem Druckabfall des Ventrikels. Faellt der Druck unter dem der Aorta bzw. A. Pulmonalis, so schliessen sich die Taschenklappen wieder, signalisiert durch den 2. Herzton. Das Schlagvolumen betraegt in Ruhe etwa 80 ml. Die Ejektionsfraktion ( SV/EDV) dann 0,67. In der Kammer verbleibt ein Restvolumen von 40 ml.
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==Definition==
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Die '''Austreibungsphase''' ist die auf die [[Anspannungsphase]] folgende Phase der [[Systole]]. Das [[Herz]] pumpt während der Austreibungsphase ein Schlagvolumen von durchschnittlich etwa 80 ml in die [[Aorta]] aus.
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==Ablauf==
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In Ruhe betraegt die Dauer der Austreibungsphase ca. 210 ms. Die Austreibungsphase beginnt mit dem Öffnen der [[Taschenklappe]]n des Herzens. Dazu muss der Druck im linken Ventrikel den Aortendruck, der Druck im rechten Ventrikel den Pulmonalarteriendruck übersteigen.
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Im Laufe des Blutausstroms in die Aorta/[[Truncus pulmonalis]] steigen die Drücke in den Ventrikeln durch die Abnahme des Ventrikelradius und Zunahme der Wanddicke ([[Laplace-Gesetz]]) weiter an. Der meiste Teil des Schlagvolumens wird dadurch sehr rasch ausgeworfen. In der Aorta werden zeitweise Stromstärken bis zu 500 ml/s erreicht.
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Der Druck im Ventrikel fällt dadurch ab, bei Unterschreiten des Aortendrucks schließen sich folglich die Taschenklappen, die Austreibungsphase ist beendet. In der Kammer verbleibt ein Restvolumen von ca. 40 ml. Die [[Ejektionsfraktion]] beträgt ca. 66 %.

Version vom 15. April 2005, 17:35 Uhr

Synonym: Auswurfphase

1 Definition

Die Austreibungsphase ist die auf die Anspannungsphase folgende Phase der Systole. Das Herz pumpt während der Austreibungsphase ein Schlagvolumen von durchschnittlich etwa 80 ml in die Aorta aus.

2 Ablauf

In Ruhe betraegt die Dauer der Austreibungsphase ca. 210 ms. Die Austreibungsphase beginnt mit dem Öffnen der Taschenklappen des Herzens. Dazu muss der Druck im linken Ventrikel den Aortendruck, der Druck im rechten Ventrikel den Pulmonalarteriendruck übersteigen.

Im Laufe des Blutausstroms in die Aorta/Truncus pulmonalis steigen die Drücke in den Ventrikeln durch die Abnahme des Ventrikelradius und Zunahme der Wanddicke (Laplace-Gesetz) weiter an. Der meiste Teil des Schlagvolumens wird dadurch sehr rasch ausgeworfen. In der Aorta werden zeitweise Stromstärken bis zu 500 ml/s erreicht.

Der Druck im Ventrikel fällt dadurch ab, bei Unterschreiten des Aortendrucks schließen sich folglich die Taschenklappen, die Austreibungsphase ist beendet. In der Kammer verbleibt ein Restvolumen von ca. 40 ml. Die Ejektionsfraktion beträgt ca. 66 %.

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Fachgebiete: Gynäkologie, Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 21. August 2007 um 18:04 Uhr bearbeitet.

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