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Atemzugvolumen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Atemzugvolumen beträgt in Ruhe etwa 500 ml. Um das AZV an das Körpergewicht anzupassen, kann man mit 6-8 ml/kg Körpergewicht rechnen. Es lässt sich bei Belastung durch Vertiefung der [[Inspiration|In]]- und [[Exspiration]] auf ca. 3 Liter steigern.
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Bei Patienten mit [[ARDS]] wird ein Wert kleiner als 6 ml/kg Standardkörpergewicht gewählt. Hier ist die Vermeidung großer Tidalvolumina zur Lungenprotektion wichtiger als die Einhaltung einer [[Normokapnie]].
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Aktuelle Version vom 7. März 2020, 14:43 Uhr

Synonyme: AZV, Tidalvolumen
Englisch: tidal volume, VT

1 Definition

Als Atemzugvolumen, kurz AZV, bezeichnet man die Gasmenge, die pro Atemzug ein- und anschließend wieder ausgeatmet wird.

2 Physiologie

Das Atemzugvolumen beträgt in Ruhe etwa 500 ml. Um das AZV an das Körpergewicht anzupassen, kann man mit 6-8 ml/kg Körpergewicht rechnen. Es lässt sich bei Belastung durch Vertiefung der In- und Exspiration auf ca. 3 Liter steigern.

3 Klinik

Bei der Beatmung ist das Tidalvolumen das Gasvolumen, das pro Atemhub appliziert werden soll. Es ist der wichtigste Parameter der volumengesteuerten Beatmung (VCV). Der Wert wird genau auf den Patienten eingestellt. Dafür verwendet man bei lungengesunden Patienten die Faustformel von 6 bis 8 ml pro Kilogramm des Standardkörpergewichts. Um Lungenschäden zu vermeiden, wird immer das kleinstmögliche Tidalvolumen gewählt, mit dem noch eine suffiziente CO2-Elimination möglich ist.

Bei Patienten mit ARDS wird ein Wert kleiner als 6 ml/kg Standardkörpergewicht gewählt. Hier ist die Vermeidung großer Tidalvolumina zur Lungenprotektion wichtiger als die Einhaltung einer Normokapnie.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. März 2020 um 14:43 Uhr bearbeitet.

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