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Arzneimittelwechselwirkung: Unterschied zwischen den Versionen

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==Klinische Forschung==
 
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Interaktionsstudien werden bei der Erforschung neuer Wirkstoffe häufig in der Phase 1 durchgeführt und von den Behörden als Voraussetzung für Phase 2a Studien verlangt. Ob ein Wirkstoff eine solche Studie durchlaufen muss, hängt oft von der Ergebnissen der Präklinik ab. Folgende Studientypen sind üblich:
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Interaktionsstudien werden bei der Erforschung neuer Wirkstoffe häufig im Rahmen von Phase 1 Studien durchgeführt und von den Behörden als Voraussetzung für weiterführende Studien verlangt. Ob ein Wirkstoff eine solche Studie durchlaufen muss, hängt oft von der Ergebnissen der Präklinik ab. Folgende Studientypen sind üblich:
  
* Gleichzeitige Einnahme mit einem gut definiertem Substrat für ein CYP-Enzym z.B. Midazolam als spezifisches Substrat für CYP3A4
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* Gleichzeitige Einnahme mit einem Substrat für ein CYP-Enzym z.B. Midazolam als spezifisches Substrat für CYP3A4
* Gleichzeitige Einnahme mit einem starken Inhibitor z.B. Itraconazol
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* Gleichzeitige Einnahme mit einem starken Inhibitor z.B. Itraconazol für CYP3A4
* Gleichzeitige Einnahme mit einem starken Induktor z.B. Rifampicin
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* Gleichzeitige Einnahme mit einem starken Induktor z.B. Rifampicin  
  
 
Die Erforschung solcher Interaktionen werden oft an einem kleinen Kollektiv (ca. 16 Probenden) durchgeführt, welche männlich, gesund und in einem Altersbereich von 18-55 Jahren sind. Ausgeschlossen sind oft Kinder, Ältere Patienten, Schwangere oder Kranke. Weitere Co-Medikation ist nicht erlaubt
 
Die Erforschung solcher Interaktionen werden oft an einem kleinen Kollektiv (ca. 16 Probenden) durchgeführt, welche männlich, gesund und in einem Altersbereich von 18-55 Jahren sind. Ausgeschlossen sind oft Kinder, Ältere Patienten, Schwangere oder Kranke. Weitere Co-Medikation ist nicht erlaubt

Version vom 21. Juni 2019, 13:18 Uhr

Synonym: Arzneimittelinteraktion, Interaktion, Wechselwirkung
Englisch: drug interaction, drug-drug interaction, drug-to-drug interaction

1 Definition

Unter einer Arzneimittelwechselwirkung oder kurz Wechselwirkung versteht man in der Medizin bzw. Pharmazie die gegenseitige Beeinflussung von Arzneimitteln oder die gegenseitige Beeinflussung von Arzneimitteln und Nahrungsmitteln bei gleichzeitiger Einnahme.

Hierbei können die Wirkungen der entsprechenden Medikamente verstärkt, abgeschwächt (bzw. sogar ganz aufgehoben), verlängert oder verkürzt werden. Derartige Wechselwirkungen können unter Umständen auch noch einige Zeit nach Absetzen einer Medikation auftreten.

Häufige Interaktionen sind bei der Resorption von Wirkstoffen zu beobachten. Bei der Biotransformation sind Inhibition oder Induktion die führenden Komplikationen.

2 Einteilung

Man unterscheidet grundsätzlich zwei Formen von Wechselwirkungen:

  • Pharmakokinetische Ebene: Wechselwirkungen, welche die Resorption, Biotransformation, Verteilung und Elimination eines Arzneistoffes betreffen.
  • Pharmakodynamische Ebene: Wechselwirkungen, die sich auf die spezifische Wirkung, also den Wirkmechanismus eines Arzneistoffs beziehen z.B. die gleichzeitige Gabe eines schwachen und starken Opioids.

3 Klinische Forschung

Interaktionsstudien werden bei der Erforschung neuer Wirkstoffe häufig im Rahmen von Phase 1 Studien durchgeführt und von den Behörden als Voraussetzung für weiterführende Studien verlangt. Ob ein Wirkstoff eine solche Studie durchlaufen muss, hängt oft von der Ergebnissen der Präklinik ab. Folgende Studientypen sind üblich:

  • Gleichzeitige Einnahme mit einem Substrat für ein CYP-Enzym z.B. Midazolam als spezifisches Substrat für CYP3A4
  • Gleichzeitige Einnahme mit einem starken Inhibitor z.B. Itraconazol für CYP3A4
  • Gleichzeitige Einnahme mit einem starken Induktor z.B. Rifampicin

Die Erforschung solcher Interaktionen werden oft an einem kleinen Kollektiv (ca. 16 Probenden) durchgeführt, welche männlich, gesund und in einem Altersbereich von 18-55 Jahren sind. Ausgeschlossen sind oft Kinder, Ältere Patienten, Schwangere oder Kranke. Weitere Co-Medikation ist nicht erlaubt

4 Nahrungs- und Genussmittel

Verschiedene oral eingenommene Arzneimittel dürfen nicht mit bestimmten Nahrungs- und Genussmitteln (z.B. Grapefruitsaft und Terfenadin) kombiniert werden. Es können unter Umständen Wechselwirkungen zwischen (aktuell oder vor kurzer Zeit eingenommenen) Medikamenten und Inhaltsstoffen bestimmter Nahrungs- und Genussmittel auftreten, welche die Wirkungen der entsprechenden Arzneimittel verstärken, abschwächen, verlängern oder verkürzen.

5 Weblinks

Diese Seite wurde zuletzt am 12. April 2020 um 11:29 Uhr bearbeitet.

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