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Arterienlappen (Hund)

Version vom 30. Juni 2021, 10:00 Uhr von Inga Schippan (Diskussion | Beiträge)

Englisch: axial pattern flaps

1 Definition

Unter einem Arterienlappen versteht man eine Methode der Lappenplastik, die beim Hund zur Versorgung großflächiger Wunden an verschiedenen Körperstellen verwendet wird.

2 Hintergrund

Arterienlappen gehören zur Gruppe der gestielten Hautlappen, die sowohl eine direkte kutane Arterie als auch eine Vene innerhalb der Basis des Hautlappens enthalten. Die terminalen Gefäße in diesen Hautlappen versorgen den subdermalen Plexus und gewährleisten so eine ausreichende Blutversorgung. Aus diesem Grund werden sie von vielen Chirurgen anderen Lappenplastiken vorgezogen.

3 Indikation

Arterienlappen werden häufig nach großflächigen Verletzung oder nach der chirurgischen Resektion von Hauttumoren angewendet.

4 Methode

Arterienlappen kommen immer dann zu Einsatz, wenn sie über Hautdefekte platziert werden können, die innerhalb ihres Schwenkradius liegen. In den meisten Fällen sind es rechteckige oder L-förmige Lappen. Beim Hund kommen folgende Arterienlappen zur Anwendung:

Bei der Katze werden ähnliche Arterienlappen verwendet.

5 Durchführung

Bei der Verwendung von Arterienlappen muss vorab eine sorgfältige Planung, Vermessung und Karteriung der Haut durchgeführt werden.

Um optimale Operationsergebnisse zu erhalten, ist eine fehlerfreie Lagerung des Patienten notwendig. Nur durch eine korrekt ausgeführte Positionierung können mögliche Verzerrungen von anatomischen Orientierungspunkten vermieden werden. Das Tier ist daher so zu lagern, dass die Gliedmaßen unter mäßiger Streckung fixiert werden können. Danach wird die Markierung der Arterienlappen vorgenommen.

Nach der Einzeichnung der Lappengrenzen werden die Ränder mit einem Skalpell inzidiert und die Haut mitsamt der Subkutis unterminiert. Der auf diese Weise frei präparierte Hautlappen kann dann über den Defekt gedreht, mit Drainagen verseht und adaptierend vernäht werden. Die Spenderstelle wird anschließend ebenfalls adaptierend verschlossen.

6 Komplikationen

Mögliche intra- sowie postoperative Komplikationen sind:

7 Literatur

  • Fossum TW. 2007. Chirurgie der Kleintiere. 2. Auflage. München: Elsevier GmbH, Urban & Fischer Verlag. ISBN: 978-3-437-57091-9

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Juni 2021 um 10:00 Uhr bearbeitet.

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