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Arteria meningea media: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Fachgebiet:Neurochirurgie]]
 
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Version vom 10. Februar 2021, 10:58 Uhr

Synonym: mittlere Hirnhautarterie
Englisch: mid meningeal artery, middle meningeal artery

1 Definition

Die Arteria meningea media ist ein Gefäßast der Arteria maxillaris. Sie versorgt einen großen Teil der Dura mater und die Schädelknochen von der Innenseite.

2 Verlauf

Die Arteria meningea media steigt zwischen dem Ligamentum sphenomandibulare und dem Musculus pterygoideus externus in enger Beziehung zum Nervus auriculotemporalis zum Foramen spinosum des Keilbeins. Durch dieses zieht die Arterie in die Schädelhöhle. Dort folgt sie einer Vertiefung im großen Keilbeinflügel und teilt sich bald in zwei Äste, einen Ramus anterior und einen Ramus posterior.

2.1 Ramus anterior

Der größere Ramus anterior der Arteria meningea media überquert den großen Keilbeinflügel und erreicht danach einen kleinen Knochenkanal im Scheitelbein (Os parietale). Danach teilt er sich in eine große Anzahl weit reichender, kleinerer Äste auf, die zwischen der Dura mater und der Innenseite der Schädelknochen verlaufen.

2.2 Ramus posterior

Der kleinere Ramus posterior der Arteria meningea media schlägt einen Bogen zurück zur Schuppe des Schläfenbeins (Os temporale) und überquert diese mit Richtung auf das Scheitelbein. Dort teilt der sich in kleinere Äste auf, die den posterioren Anteil der Dura mater und des Schädels versorgen.

Die Endäste der Arteria meningea media bilden mit den gleichnamigen Ästen der Gegenseite und der Arteria meningea anterior (Arteria ethmoidalis anterior), sowie der Arteria meningea posterior zahlreiche Anastomosen.

2.3 Weitere Äste

3 Klinik

Eine Ruptur der Arteria meningea media führt zum Epiduralhämatom und ist meist auf Schädeltraumen zurückzuführen. Blutungen aus Meningealarterien wie im besonderen der A. meningea media, führen zur Ablösung der Lamina externa der Dura mater vom Periost. Folge dessen es zu Einblutungen in den nicht-physiologischen Epiduralraum kommt. Epiduralhämatome geben meist eine bikonvexe Raumforderung in der bildgebenen Diagnostik. Sie lösen, wie subdurale Hämatome auch, einen Anstieg des Hirndrucks als auch Einkleimmungserscheinungen aus.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Februar 2021 um 18:56 Uhr bearbeitet.

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