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Apolipoprotein: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 16. Oktober 2019, 16:27 Uhr

von griechisch: apo- - von, weg
Synonym (Kurzform): Apoprotein, Apo
Englisch: apolipoprotein

1 Definition

Als Apolipoprotein bezeichnet man den Proteinanteil der Lipoproteine, die im Blut zirkulieren und hydrophobe Lipide wie Triacylglycerine (TAGs) und Cholesterin transportieren.

2 Biochemie

Apolipoproteine bilden die hydrophile Oberfläche der Lipoproteine und sind für deren Zusammenlagerung, Struktur und Funktion essenziell. So dienen sie z.B. als Cofaktor der Lecithin-Cholesterin-Acyltransferase (LCAT) oder der Lipoproteinlipase (LPL). Apolipoproteine werden von der Leber und vom Darm gebildet. Die Apolipoproteine sind, abgesehen von ApoB-48 und ApoB-100, in der Lage, von einem Lipoprotein auf andere zu wechseln.

Apolipoprotein Hauptquelle assoziiertes Lipoprotein Funktion
ApoA-I Darm, Leber HDL, Chylomikronen Strukturprotein der HDL;
Aktivierung der LCAT
ApoA-II Leber HDL, Chylomikronen Strukturprotein der HDL;
Aktivierung der hepatischen Lipase
ApoA-IV Darm, Leber HDL, Chylomikronen unbekannt
ApoA-V Leber VLDL Unterstützung des LPL-vermittelten Triglyzeridabbaus
Apo(a) Leber Lp(a) unbekannt
ApoB-48 Darm Chylomikronen, -Remnants Strukturprotein der Chylomikronen
ApoB-100 Leber VLDL, IDL, LDL, Lp(a) Strukturprotein der VLDL, LDL, IDL und Lp(a);
Ligand für den LDL-Rezeptor
ApoC-I Leber Chylomikronen, VLDL, HDL Hemmung des CETP
ApoC-II Leber Cofaktor für die LPL
ApoC-III Leber, Darm Inhibitor der LPL;
Lipoproteinbindung an Rezeptoren
ApoD Leber, Makrophagen HDL Strukturprotein der HDL;
Aktivierung der LCAT
ApoE Leber Chylomikronen-Remnants, IDL, HDL Ligand u.a. für den LDL-Rezeptor

Außerdem existieren noch weitere Apolipoproteine mit aktuell (2019) weitestgehend unklarer Funktion, z.B. ApoC-IV, ApoD, ApoH und ApoL.

3 Pathologie

Defekte von Apoprotein-Rezeptoren (z.B. LDL-Rezeptor für ApoB-100) oder eine gestörte Apolipoprotein-Produktion aufgrund einer Lebererkrankung können zu Störungen des Fettstoffwechsels mit gravierenden Konsequenzen führen (u.a. Atherosklerose).

siehe Hauptartikel: Fettstoffwechselstörung

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