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Aplastische Krise: Unterschied zwischen den Versionen

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==Definition==
 
==Definition==
Als '''aplastische Krise''' bezeichnet man die plötzliche Verstärkung einer [[Blutarmut]]. Sie tritt als [[Komplikation]] bestimmter [[Virus]]-Infektionen auf.
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Als '''aplastische Krise''' bezeichnet man die plötzliche Verschlechterung der [[Erythropoese]] im Rahmen einer chronischen hämolytischen [[Anämie]]. Sie tritt als [[Komplikation]] bestimmter [[Virusinfektion]]en auf.
  
 
==Äthiologie==
 
==Äthiologie==
Eine aplastische Krise tritt besonders in Folge einer Infektion mit [[Parvovirus B19]] (Erreger der [[Ringelröteln]]) auf. Der Erreger befällt [[Erythroblast]]en im [[Knochenmark]] und hemmt dadurch die [[Erythropoese]]. Besonders gefährdet sind Patienten mit chronischer [[hämolytische Anämie|hämolytischer Anämie]], da hier die Zahl der [[Erythrozyt]]en bereits deutlich reduziert ist. Selten können auch andere Virusinfektionen zur aplastischen Krise führen.
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Eine aplastische Krise wird meist in Folge einer Infektion mit [[Parvovirus B19]] (Erreger der [[Ringelröteln]]) ausgelöst. Der Erreger befällt [[Erythroblast]]en im [[Knochenmark]] und hemmt dadurch die [[Erythropoese]]. Besonders gefährdet sind Patienten mit chronischer [[hämolytische Anämie|hämolytischer Anämie]], da hier die Zahl der [[Erythrozyt]]en bereits deutlich reduziert ist. Selten können auch andere Virusinfektionen zur aplastischen Krise führen.
  
 
Da die Infektion mit Parvovirus B19 typischerweise in der Kindheit stattfindet und anschließend eine lebenslange [[Immunität]] entsteht, tritt eine aplastische Krise besonders bei Kindern auf.  
 
Da die Infektion mit Parvovirus B19 typischerweise in der Kindheit stattfindet und anschließend eine lebenslange [[Immunität]] entsteht, tritt eine aplastische Krise besonders bei Kindern auf.  

Aktuelle Version vom 15. April 2016, 16:55 Uhr

Synonym: Blutbildungskrise

1 Definition

Als aplastische Krise bezeichnet man die plötzliche Verschlechterung der Erythropoese im Rahmen einer chronischen hämolytischen Anämie. Sie tritt als Komplikation bestimmter Virusinfektionen auf.

2 Äthiologie

Eine aplastische Krise wird meist in Folge einer Infektion mit Parvovirus B19 (Erreger der Ringelröteln) ausgelöst. Der Erreger befällt Erythroblasten im Knochenmark und hemmt dadurch die Erythropoese. Besonders gefährdet sind Patienten mit chronischer hämolytischer Anämie, da hier die Zahl der Erythrozyten bereits deutlich reduziert ist. Selten können auch andere Virusinfektionen zur aplastischen Krise führen.

Da die Infektion mit Parvovirus B19 typischerweise in der Kindheit stattfindet und anschließend eine lebenslange Immunität entsteht, tritt eine aplastische Krise besonders bei Kindern auf.

3 Symptome und Labor

  • Im Rahmen der Infektion mit Parvovirus B19 starkes Krankheitsgefühl mit entsprechender Symptomatik der Ringelröteln
  • Verstärkte Symptome der Anämie verursacht durch:
    • Abfall der Hämoglobin-Konzentration innerhalb weniger Tage auf 3 bis 4 g/dl
    • fast vollständiges Fehlen von Retikulozyten
  • Selten entwickelt sich eine Thrombozytopenie oder Neutropenie

4 Therapie

Zur Vermeidung eines lebensbedrohlichen Sauerstoffdefizits ist Bluttransfusion indiziert.

Diese Seite wurde zuletzt am 15. April 2016 um 16:55 Uhr bearbeitet.

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