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Apikaler natriumabhängiger Gallensäurentransporter: Unterschied zwischen den Versionen

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hASBT spielt eine wesentliche Rolle beim [[enterohepatischer Kreislauf|enterohepatischen Kreislauf]] der Gallensäuren, welche die Hauptausscheidungsform des [[Cholesterin]]s darstellen. Auf diese Weise werden pro Tag in etwa 1 Gramm Gallensäuren mit dem Stuhl ([[Faeces]]) ausgeschieden. Ein Großteil der über die [[Galle]] in den [[Dünndarm]] gelangenden Gallensäuren wird jedoch im terminalen Ileum durch hASBT rückresorbiert.  hASBT ist ein [[Symport]]er, der Gallensäuren gekoppelt an den elektrochemischen [[Natrium]][[gradient]]en über die apikale Membran der [[Enterozyt]]en transportiert. Dabei weist er eine [[Stöchiometrie]] von 2:1 (Natrium:Gallensäure) auf, was ihn zu einem [[elektrogen]]en, sekundär aktiven [[Symporter]] macht.<ref name="Bala"></ref>
Er weist große strukturelle Ähnlichkeiten zu dem in den [[Hepatozyt]]en vorkommenden [[NTCP]] (natrium taurocholate cotransporting polypeptide) auf. <ref name="Bala"></ref>
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In den Enterozyten erfolgt eine Bindung über [[IBABP]] (ileal bile acid binding protein), das dem intrazellulären Transport der Gallensäuren dient, damit sie im Anschluss über die beiden [[Organic Solute Transporter]] α und ''β (OST-α und OST-β) wieder in das venöse Blut abgegeben werden können.<ref> Calkin AC, Tontonoz P. Transcriptional integration of metabolism by the nuclear sterol-activated receptors LXR and FXR. Nat Rev Mol Cell Biol. 2012;13(4):213-224. Published 2012 Mar 14. doi:10.1038/nrm3312</ref>
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== Quellen ==  
 
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Version vom 3. August 2020, 23:04 Uhr

Englisch: apical sodium dependent bile acid transporter

1 Definition

Der apikale natriumabhängige Gallensäurentransporter, kurz ASBT, ist ein integrales Transmembranprotein des Bürstensaums der Enterozyten des Dünndarms. Er nimmt Gallensäuren aus dem Darmlumen auf und ist so maßgeblich am enterohepatischen Kreislauf der Gallensäuren beteiligt.

2 Vorkommen

Der humane ASBT, kurz hASBT, wird in größerer Menge im terminalen Ileum, in den proximalen Tubuli der Nieren und von Cholangiozyten exprimiert.[1][2]

3 Genetik

Das hASBT-Gen liegt auf dem Chromosom 13 an Genlokus 13q33.[3]

4 Physiologie

hASBT spielt eine wesentliche Rolle beim enterohepatischen Kreislauf der Gallensäuren, welche die Hauptausscheidungsform des Cholesterins darstellen. Auf diese Weise werden pro Tag in etwa 1 Gramm Gallensäuren mit dem Stuhl (Faeces) ausgeschieden. Ein Großteil der über die Galle in den Dünndarm gelangenden Gallensäuren wird jedoch im terminalen Ileum durch hASBT rückresorbiert. hASBT ist ein Symporter, der Gallensäuren gekoppelt an den elektrochemischen Natriumgradienten über die apikale Membran der Enterozyten transportiert. Dabei weist er eine Stöchiometrie von 2:1 (Natrium:Gallensäure) auf, was ihn zu einem elektrogenen, sekundär aktiven Symporter macht.[3]

hABST weist große strukturelle Ähnlichkeiten zum in den Hepatozyten vorkommenden NTCP (natrium taurocholate cotransporting polypeptide) auf.[3] In den Enterozyten erfolgt eine Bindung über IBABP (ileal bile acid binding protein), das dem intrazellulären Transport der Gallensäuren dient, damit sie im Anschluss über die beiden Organic Solute Transporter α und β (OST-α und OST-β) wieder in das venöse Blut abgegeben werden können.[4]

5 Quellen

  1. Craddock AL, Love MW, Daniel RW, et al. Expression and transport properties of the human ileal and renal sodium-dependent bile acid transporter. Am J Physiol. 1998;274(1):G157-G169. doi:10.1152/ajpgi.1998.274.1.G157
  2. Lazaridis KN, Pham L, Tietz P, et al. Rat cholangiocytes absorb bile acids at their apical domain via the ileal sodium-dependent bile acid transporter. J Clin Invest. 1997;100(11):2714-2721. doi:10.1172/JCI119816
  3. 3,0 3,1 3,2 Balakrishnan A, Polli JE. Apical sodium dependent bile acid transporter (ASBT, SLC10A2): a potential prodrug target. Mol Pharm. 2006;3(3):223-230. doi:10.1021/mp060022d
  4. Calkin AC, Tontonoz P. Transcriptional integration of metabolism by the nuclear sterol-activated receptors LXR and FXR. Nat Rev Mol Cell Biol. 2012;13(4):213-224. Published 2012 Mar 14. doi:10.1038/nrm3312

Diese Seite wurde zuletzt am 3. August 2020 um 23:05 Uhr bearbeitet.

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