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Antrochoanalpolyp

Version vom 7. Juli 2021, 15:56 Uhr von Bijan Fink (Diskussion | Beiträge)

Synonym: Choanalpolyp
Englisch: antrochoanal polyp

1 Definition

Ein Antrochoanalpolyp ist ein entzündlicher Schleimhautpolyp des Sinus maxillaris, der durch das Infundibulum ethmoidale bis in die Nasenhaupthöhle reicht. Eine glockenförmige Ausdehnung bis in die Choanen bzw. in den Nasopharynx ist möglich.

2 Nomenklatur

Seltener entstehen ähnliche Polypen in den anderen Nasennebenhöhlen. Sie werden entsprechend als sphenochoanale, nasochoanale, frontochoanale oder ethmochoanale Polypen bezeichnet.

3 Epidemiologie

Antrochoanalpolypen betreffen am häufigsten Personen im 3. bis 5. Lebensjahrzehnt.

4 Ätiologie

Begünstigende Faktoren für die Entstehung eines Antrochoanalpolypen sind:

5 Klinik

Ein Antrochoanalpolyp kann zu einer einseitig behinderten Nasenatmung führen. Nur selten treten Schmerzen auf.

6 Diagnostik

Ein Antrochoanalpolyp wird im Nasennebenhöhlen-CT diagnostiziert. Hier zeigt sich eine weichteildichte, glatt begrenzte Formation, die aus der Kieferhöhle hervorgeht und sich in den Nasopharynx ausdehnt. Eine Zerstörung der ossären Strukturen tritt nicht auf. Der schmale Stiel ist meist nicht erkennbar. Gelegentlich können Antrochoanalpolypen eine höhere Dichte aufweisen, insbesondere wenn sie schon lange bestehen und/oder eine Pilzinfektion vorliegt. Wird Kontrastmittel appliziert, zeigt sich eine periphere Anreicherung.

In der Magnetresonanztomographie (MRT) weisen Antrochoanalpolypen folgende Charakteristika auf:

  • T1-Wichtung: mittlere bis niedrige Signalintensität
  • T2-Wichtung: hohe, homogene Signalintensität
  • T1-Wichtung nach Kontrastmittelgabe: geringe periphere Anreicherung

7 Differenzialdiagnosen

8 Therapie

Antrochoanalpolypen werden meist minimal-invasiv bzw. endoskopisch reseziert. Wird die Stielbasis entfernt, liegt die Rezidivrate bei ca. 7 %.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juli 2021 um 15:37 Uhr bearbeitet.

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