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Antrochoanalpolyp: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein '''Antrochoanalpolyp''' ist ein [[Nasenpolyp|Schleimhautpolyp]] des [[Sinus maxillaris]], der durch das [[Infundibulum ethmoidale]] bis in die [[Nasenhaupthöhle]] reicht. Eine glockenförmige Ausdehnung bis in die [[Choane]]n bzw. in den [[Nasopharynx]] ist möglich.
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Ein '''Antrochoanalpolyp''' ist ein entzündlicher [[Nasenpolyp|Schleimhautpolyp]] des [[Sinus maxillaris]], der durch das [[Infundibulum ethmoidale]] bis in die [[Nasenhaupthöhle]] reicht. Eine glockenförmige Ausdehnung bis in die [[Choane]]n bzw. in den [[Nasopharynx]] ist möglich.
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Seltener entstehen ähnliche Polypen in den anderen [[Nasennebenhöhle]]n. Sie werden entsprechend als sphenochoanale, nasochoanale, frontochoanale oder ethmochoanale Polypen bezeichnet.
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Antrochoanalpolypen betreffen am häufigsten Personen im 3. bis 5. Lebensjahrzehnt.  
  
 
==Ätiologie==
 
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Begünstigende Faktoren für die Entstehung eines Antrochoanalpolypen sind:
 
Begünstigende Faktoren für die Entstehung eines Antrochoanalpolypen sind:
 
* [[allergisch]]e Prädisposition
 
* [[allergisch]]e Prädisposition
* infektiöse [[Rhinosinusitis]]
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* [[infektiös]]e bzw. [[chronische Rhinosinusitis|chronische]] [[Rhinosinusitis]]
 
* [[Diabetes mellitus]]
 
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* [[Mukoviszidose]]
 
* [[Mukoviszidose]]
* [[Aspirinintoleranz]]  
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* [[Nasennebenhöhlen-CT]]: weichteildichte, glatt begrenzte Formation  
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Ein Antrochoanalpolyp wird im [[Nasennebenhöhlen-CT]] diagnostiziert. Hier zeigt sich eine weichteildichte, glatt begrenzte Formation, die aus der Kieferhöhle hervorgeht und sich in den Nasopharynx ausdehnt. Eine Zerstörung der ossären Strukturen tritt nicht auf. Der schmale Stiel ist meist nicht erkennbar. Gelegentlich können Antrochoanalpolypen eine höhere Dichte aufweisen, insbesondere wenn sie schon lange bestehen und/oder eine [[Pilzinfektion]] vorliegt. Wird [[Kontrastmittel]] appliziert, kommt es zu einer peripheren Anreicherung.
* [[Nasennebenhöhlen-MRT]]: hohe Signalintensität in [[T2-Wichtung|T2-]], niedrige Signalintensität in [[T1-Wichtung]] ohne [[Kontrastmittel]]-[[Enhancement]]
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In der [[Magnetresonanztomographie]] (MRT) weisen Antrochoanalpolypen folgende Charakteristika auf:
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* [[T1-Wichtung]]: mittlere bis niedrige Signalintensität
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* [[T2-Wichtung]]: hohe, homogene Signalintensität
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* T1-Wichtung nach Kontrastmittelgabe: geringe periphere Anreicherung
  
 
==Differenzialdiagnosen==
 
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* [[Enzephalozele]]  
 
* [[Enzephalozele]]  
 
* [[Nasopharynxkarzinom]]
 
* [[Nasopharynxkarzinom]]
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* [[invertiertes Papillom]]
  
 
==Therapie==
 
==Therapie==
Antrochoanalpolypen werden vollständig reseziert. Bei allergischer Prädisposition sollte zunächst eine [[Desensibilisierung]] angestrebt werden. Die [[Rezidivrate]] beträgt ca. 20-30 %.
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Antrochoanalpolypen werden meist [[minimal-invasiv]] bzw. [[endoskopisch]] reseziert. Wird die Stielbasis entfernt, liegt die [[Rezidivrate]] bei ca. 7 %.
 
[[Fachgebiet:Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]
 
[[Fachgebiet:Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]
 
[[Fachgebiet:Radiologie]]
 
[[Fachgebiet:Radiologie]]

Aktuelle Version vom 12. Juli 2021, 13:13 Uhr

Synonym: Choanalpolyp
Englisch: antrochoanal polyp

1 Definition

Ein Antrochoanalpolyp ist ein entzündlicher Schleimhautpolyp des Sinus maxillaris, der durch das Infundibulum ethmoidale bis in die Nasenhaupthöhle reicht. Eine glockenförmige Ausdehnung bis in die Choanen bzw. in den Nasopharynx ist möglich.

2 Nomenklatur

Seltener entstehen ähnliche Polypen in den anderen Nasennebenhöhlen. Sie werden entsprechend als sphenochoanale, nasochoanale, frontochoanale oder ethmochoanale Polypen bezeichnet.

3 Epidemiologie

Antrochoanalpolypen betreffen am häufigsten Personen im 3. bis 5. Lebensjahrzehnt.

4 Ätiologie

Begünstigende Faktoren für die Entstehung eines Antrochoanalpolypen sind:

5 Klinik

Ein Antrochoanalpolyp kann zu einer einseitig behinderten Nasenatmung führen. Nur selten treten Schmerzen auf.

6 Diagnostik

Ein Antrochoanalpolyp wird im Nasennebenhöhlen-CT diagnostiziert. Hier zeigt sich eine weichteildichte, glatt begrenzte Formation, die aus der Kieferhöhle hervorgeht und sich in den Nasopharynx ausdehnt. Eine Zerstörung der ossären Strukturen tritt nicht auf. Der schmale Stiel ist meist nicht erkennbar. Gelegentlich können Antrochoanalpolypen eine höhere Dichte aufweisen, insbesondere wenn sie schon lange bestehen und/oder eine Pilzinfektion vorliegt. Wird Kontrastmittel appliziert, kommt es zu einer peripheren Anreicherung.

In der Magnetresonanztomographie (MRT) weisen Antrochoanalpolypen folgende Charakteristika auf:

  • T1-Wichtung: mittlere bis niedrige Signalintensität
  • T2-Wichtung: hohe, homogene Signalintensität
  • T1-Wichtung nach Kontrastmittelgabe: geringe periphere Anreicherung

7 Differenzialdiagnosen

8 Therapie

Antrochoanalpolypen werden meist minimal-invasiv bzw. endoskopisch reseziert. Wird die Stielbasis entfernt, liegt die Rezidivrate bei ca. 7 %.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juli 2021 um 15:37 Uhr bearbeitet.

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