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Antiprotozoikum: Unterschied zwischen den Versionen

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==Wirkungsweise==
Es existiert unter den Antiprotozoika eine ganze Reihe von verschiedenen chemischen Wirkstoffpräparaten mit vollkommen unterschiedlichen Wirkmechanismen. Sie greifen an verschiedenen Punkten in die Lebensweise bzw. in den Stoffwechsel der einzelligen [[Erreger]] ein. Einige Antiprotozoika haben auch die Vermehrung der Parasiten als Angriffspunkt. Wieder andere Medikamente greifen die gesamte morphologische Beschaffenheit der Einzeller an.  
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Unter den Antiprotozoika finden sich verschiedene chemische Substanzen mit vollkommen unterschiedlichen Wirkmechanismen. Sie greifen an unterschiedlichen Punkten in die Lebensweise bzw. in den Stoffwechsel der einzelligen [[Erreger]] ein. Einige Antiprotozoika haben auch die Vermehrung der Parasiten als Angriffspunkt. Wieder andere Medikamente greifen die gesamte morphologische Beschaffenheit der Einzeller an.
  
==Wirkungsbeispiel: Artemisinin==
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Dabei handelt es sich um aus Pflanzen isoliertes Antiprotozoikum, welches insbesondere gegen die [[Malaria tropica]] bzw. deren Erreger [[Plasmodium falciparum]] eingesetzt wird. Artemisinin besitzt chemisch betrachtet eine [[Peroxidstruktur]] und zerfällt in Gegenwart hoher Eisenkonzentrationen in freie Radikale. Solch hohe Konzentrationen an Eisen finden sich zum Beispiel in den Erythrozyten, wo die Erreger der [[Malaria]] sich eingenistet haben. Man vermutet, dass die sich dann bildenden freien Radikale [[Plasmodium falciparum]] zerstören.
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Bei [[Artemisinin]] handelt es sich um ein aus Pflanzen isoliertes Antiprotozoikum, das vor allem gegen [[Malaria tropica]] bzw. deren Erreger [[Plasmodium falciparum]] eingesetzt wird. Artemisinin besitzt chemisch betrachtet eine [[Peroxid]]struktur und zerfällt in Gegenwart hoher [[Eisen]]konzentrationen in [[freies Radikal|freie Radikale]]. Solche hohen Eisenkonzentrationen finden sich zum Beispiel in den Erythrozyten, in denen sich die Malariaerreger einnisten. Man vermutet, dass die sich dann bildenden freien Radikale [[Plasmodium falciparum]] zerstören.
 
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[[Tag:Antiparasitikum]]
 
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Aktuelle Version vom 24. Juli 2020, 09:47 Uhr

1 Definition

Unter einem Antiprotozoikum versteht man einen Arzneistoff, der bei Infektionen wirksam ist, die durch einzellige Krankheitserreger (Protozoen) verursacht werden. Die Antiprotozoika gehören zur übergeordneten Arzneimittelgruppe der Antiparasitika - der Medikamentengruppe, die gegen parasitäre Erkrankungen eingesetzt werden.

2 Bekannte Protozoeninfektionen

3 Wirkstoffe

Die große Gruppe der Antiprotozoika kann anhand ihrer Zielparasiten in zwei Untergruppen unterteilt werden:

3.1 Antikokzidia

Gruppe Wirkstoff
Quinazolinone
Thiamin-Analoga
Triazin-Derivate
Sulfonamide
Chinolone
Guanidine
Ionophore Polyether

3.2 Hämoprotozoika

Gruppe Wirkstoff
Alcylphosphocholine
Antimon-Verbindungen
Pyrazolpyrimidine
Carbanilide
Triazin-Derivate

3.3 Wirkstoffe gegen andere Darmprotozoen

Gruppe Wirkstoff
(Pro-)Benzimidazole
Nitroimidazole

4 Wirkungsweise

Unter den Antiprotozoika finden sich verschiedene chemische Substanzen mit vollkommen unterschiedlichen Wirkmechanismen. Sie greifen an unterschiedlichen Punkten in die Lebensweise bzw. in den Stoffwechsel der einzelligen Erreger ein. Einige Antiprotozoika haben auch die Vermehrung der Parasiten als Angriffspunkt. Wieder andere Medikamente greifen die gesamte morphologische Beschaffenheit der Einzeller an.

4.1 Beispiel

Bei Artemisinin handelt es sich um ein aus Pflanzen isoliertes Antiprotozoikum, das vor allem gegen Malaria tropica bzw. deren Erreger Plasmodium falciparum eingesetzt wird. Artemisinin besitzt chemisch betrachtet eine Peroxidstruktur und zerfällt in Gegenwart hoher Eisenkonzentrationen in freie Radikale. Solche hohen Eisenkonzentrationen finden sich zum Beispiel in den Erythrozyten, in denen sich die Malariaerreger einnisten. Man vermutet, dass die sich dann bildenden freien Radikale Plasmodium falciparum zerstören.

Diese Seite wurde zuletzt am 24. Juli 2020 um 09:47 Uhr bearbeitet.

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