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Antimonderivat

Version vom 4. Juni 2012, 22:04 Uhr von Julia Offe (Diskussion | Beiträge)

Handelsnamen: Pentostam®,Glucantem®
Englisch: Sodium stibogluconate

1 Definition

Antimonderivate sind Arzneistoffe aus der Klasse der Antiprotozoika. Bei Natrium-Stiboglukonat sowie Meglumin-Antimonat handelt es sich um 5-wertige organische Antimonderivate zur Behandlung der Leishmaniose.

2 Wirkung

Die Wirkung beruht vermutlich auf der Hemmung der parasitären DNA-Topoisomerase I.

3 Pharmakologie

Bei intramuskulärer Gabe wird ein kleiner Anteil zu 3-wertigen Antimonderivaten metabolisiert. Der maximale Antimonderivat-Level im Plasmaspiegel ist nach ca. 2 Stunden erreicht. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal.

4 Anwendungsgebiete

Behandlung der Infestation mit Leishmanien.

5 Kontraindikationen

Bei Kombinationstherapien mit Pentamidin® und Amphotericin B® ist erhöhte Kardiotoxizität beschrieben.

  • Antimonbedingte Mutagenität
  • erhöhte Indikationsabwägung während der Schwangerschaft.

6 Nebenwirkung

Mögliche Nebenwirkungen sind von Behandlungsdauer und Dosis abhängig.

Während der Behandlung in hohen Dosen ist eine EKG-Kontrolle angezeigt. In seltenen Fällen kam es zu:

7 Therapiekontrolle

Während der Dauer der Behandlung sind Leberenzymwerte und Serumkreatininspiegel zu überwachen. Der Parasitenbefall wird mit üblichen Methoden kontrolliert.

8 Handelsformen

Für die intravenöse und intramuskuläre Applikation stehen über die Gesundheitsbehörden Natrium-Striboglukonat als Lösung zur Verfügung. Meglumin-Antimonat ist in Deutschland nicht zugelassen.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Juni 2012 um 22:04 Uhr bearbeitet.

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