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Anti-Staphylolysin-Antikörper

Version vom 12. Mai 2021, 15:29 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Synonyme: Antistaphylosintiter, Staphylokokken-Antikörper

1 Definition

Der Anti-Staphylolysin-Antikörper, kurz ASTA, dienen dem indirekten Erregernachweis bei Verdacht auf eine Staphylokokkeninfektion. Dabei wird der Antikörpertiter gegen das α-Hämolysin von Staphylococcus aureus gemessen.

2 Material

Für die Untersuchung wird 1 ml Serum benötigt.

3 Referenzwert

Der Antistaphylolysin-Titer sollte unter 2 IE/ml liegen.

4 Interpretation

Ungefähr 2 bis 3 Wochen nach einer Staphylokokkeninfektion steigt der Titerwert der Anti-Staphylolysin-Antikörper im Blut an und normalisiert sich ca. 6 Monate später. Titer über 8 IE weisen mit hoher Sicherheit auf eine Staphylokokken-Infektion hin.

Die Titerhöhe ist allerdings von der Art des Infektes abhängig. Bei einer Infektion der Haut bzw. der Schleimhäute lassen sich vergleichsweise niedrigere Titer nachweisen, als bei tieferen Prozessen (Abszess) oder einer Sepsis. Normale Titerwerte schließen eine Infektion allerdings nicht aus.

Da der Test eine geringe Spezifität und Sensitivität aufweist und nicht für den Nachweis einer aktuellen Infektion geeignet ist, ist der direkte Errregernachweis die Methode der Wahl.

5 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 11.05.2021

Tags:

Fachgebiete: Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Mai 2021 um 15:32 Uhr bearbeitet.

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