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Anti-D-Prophylaxe

Version vom 3. November 2009, 15:18 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

Englisch: anti-D-prophylaxis

1 Definition

Als Anti-D-Prophylaxe bezeichnet man die passive Immunisierung rhesusnegativer Schwangerer zur Verhinderung eines Morbus haemolyticus neonatorum im Rahmen einer Folgeschwangerschaft.

2 Prinzip

Die prophylaktische Injektion von Anti-D-Immunglobulinen verhindert die durch Übertragung kindlicher rhesuspositiver Erythrozyten auf die Mutter induzierte maternale Bildung von Rhesus-Antikörpern (IgG), sowie die komplikationsbehaftete Anlage eines Immungedächtnisses (Rhesussensibilisierung).

3 Indikation

Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit der rhesus-positiven Merkmalsvererbung besteht eine absolute Indikation bei bekannter Rhesus-Positivität des Vaters. Bei negativem väterlichen Phänotyp kann entsprechend auf eine Immunisierung verzichtet werden.

Da der gesicherte Nachweis des väterlichen Phänotyps nicht vorausgesetzt werden kann, gilt eine generelle Impfempfehlung für rhesusnegative Mütter.

4 Durchführung

Die Immunisierung erfolgt in zwei Dosen, die eine Sensibilisierung in Folge einer Blutübertragung unter der Schwangerschaft und während des Geburtsvorganges verhindern:

Im Rahmen der ärztlichen Dokumentationspflicht ist ein Impfnachweis im Mutterpass zu erbringen.

siehe auch: Rhesus-Inkompatibilität, Rhesus-Faktor, Schwangerschaft

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Juli 2018 um 15:59 Uhr bearbeitet.

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