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Anpassungsreaktion

Version vom 20. Februar 2020, 19:15 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

1 Definition

Unter einer Anpassungsreaktion versteht man die Anpassung von menschlichen Zellen, Geweben und Organen an veränderte Umstände und Beanspruchung.

2 Hintergrund

Verschiedene Gewebetypen haben unterschiedliche Fähigkeiten zur Anpassung. Die Anpassungsreaktion kann bis zu einem gewissen Grad als Adaptation erfolgen, darüber hinaus wird die Apoptose eingeleitet oder es tritt eine Nekrose ein.

3 Typen

Reaktion Beschreibung Beispiel
Hyperplasie Vermehrung der Zellen, wobei die Größe einer einzelnen Zelle unverändert bleibt benigne Prostatahyperplasie (BPH)
Metaplasie Veränderung des Gewebes in ein anders differenziertes Gewebe Umwandlung von Plattenepithel in Magenepithel beim Barrett-Ösophagus
Hypertrophie Vergrößerung einzelner Zellen durch Volumenerhöhung Herzmuskelhypertrophie
Atrophie Verkleinerung einzelner Zellen durch Volumenminderung (volumetrische A.) oder Reduktion der Zellzahl (numerische A.) Thymusinvolution
Dysplasie angeborene oder erworbene Missbildung eines Gewebes Präkanzerose
Proliferation  Wachstum beziehungsweise Vermehrung von Gewebe Schleimhautregeneration
Lipomatose diffuse Zunahme des Fettgewebes Madelung-Syndrom

4 Ursachen

Neben chemischen, mechanischen und thermischen Noxen führen auch eine Veränderung von hormonellen und nervalen Stimuli zu Zellveränderungen. Ebenso können wie bei der Zystischen Fibrose angeborene Gendefekte als Ursache eine Rolle spielen.

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Fachgebiete: Pathologie, Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Februar 2020 um 19:15 Uhr bearbeitet.

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