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==Definition==
 
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Unter einer '''Ancylostomatidose''' versteht man eine [[Infestation]] mit [[Ancylostoma duodenale]] und/oder [[Necator americanus]]. Aus der Familie der Ancylostomatidae (Hakenwürmer).  
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Unter einer '''Ancylostomatidose''' versteht man eine [[Infestation]] mit [[Ancylostoma duodenale]] und/oder [[Necator americanus]]. Aus der Familie der [[Ancylostomatidae]] (Hakenwürmer).  
  
 
==Epidemiologie==
 
==Epidemiologie==
Von [[humanmedizin]]ischer Bedeutung sind Ancylostoma duodenale und Necator americanus. [[Ancylostoma duodenale]] und [[Necator americanus]] finden sich in subtropischen und tropischen Regionen. Asien, Afrika, Südeuropa, der Süden der USA und Zentral- und Südamerika werden als [[Endemie]]gebiete angesehen, wobei davon ausgegangen wird, dass etwa fünfhundert bis neunhundert Millionen Menschen von einer Infestation betroffen sind.  
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Von [[humanmedizin]]ischer Bedeutung sind Ancylostoma duodenale und Necator americanus. Ancylostoma duodenale und Necator americanus finden sich in subtropischen und tropischen Regionen. Asien, Afrika, Südeuropa, der Süden der USA und Zentral- und Südamerika werden als [[Endemie]]gebiete angesehen, wobei davon ausgegangen wird, dass etwa fünfhundert bis neunhundert Millionen Menschen von einer Infestation betroffen sind.  
  
 
[[Infestation]]en treten dabei häufig bei der Arbeit auf Reisfeldern sowie beim Barfußgehen auf kontaminierten Böden auf.  
 
[[Infestation]]en treten dabei häufig bei der Arbeit auf Reisfeldern sowie beim Barfußgehen auf kontaminierten Böden auf.  
 
==Entwicklungszyklus==
 
Mit den [[Fäzes]] befallener Menschen gelangen täglich ca. 20.000 Eier in die Umwelt. Unter bestimmten Umweltbedingungen entwickeln sich innerhalb von ein bis zwei Tagen Larven, welche zunächst das Ei verlassen und durch ihre Häutung zu [[infektion]]sfähigen Larven werden, welche in einem feuchtwarmen Milieu bis zu einen Monat überleben können.
 
 
Im zweiten Stadium können die Larven in den menschlichen Körper eindringen, indem sie die [[Haut]] des Menschen durchdringen, wobei die untere [[Extremität]] die häufigste Eintrittspforte darstellt. Eine [[oral]]e Aufnahme der Larven über kontaminierte Lebensmittel ist ebenfalls möglich. Nachdem sie in den menschlichen Organismus eingedrungen sind, gelangen sie über [[Blut]] und [[Lymphe]] in die [[Lunge]]. In der [[Lunge]] verlassen sie das [[Gefäß]]system und wandern über die [[Alveole]]n zu [[Trachea]] und [[Pharynx]], wo sie verschluckt und ausgehustet werden. Im [[Dünndarm]] erfolgt die Reifung zum adulten Wurm.
 
 
Die Wanderung im menschlichen Organismus sowie die Reifung zum adulten Wurm nehmen etwa fünf Wochen in Anspruch.
 
  
 
==Klinik==
 
==Klinik==
An der Eintrittsstelle der Larven in der [[Haut]] treten Effloreszenzen, [[Rötung]] und [[Juckreiz]] auf. Bei einer [[Infestation]] mit [[Necator americanus]] sind diese besonders ausgeprägt, da es mehrere Tage dauert, bis der Wurm die [[Lymphgefäß]]e und [[Blutgefäß]]e erreicht hat.  
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An der Eintrittsstelle der Larven in der [[Haut]] treten [[Effloreszenz]]en, [[Rötung]] und [[Juckreiz]] auf. Bei einer Infestation mit [[Necator americanus]] sind diese besonders ausgeprägt, da es mehrere Tage dauert, bis der Wurm die [[Lymphgefäß]]e und [[Blutgefäß]]e erreicht hat.  
  
 
Im Bereich des [[Pharynx]] können die Larven, wenn sie nicht [[Schluckvorgang|verschluckt]] werden, die [[Schleimhaut|Schleimhäute]] des [[Rachen]] besiedeln. Eine solche Besiedlung führt zu [[Husten]], [[Dyspnoe]], [[Heiserkeit]] sowie zu verstärktem [[Speichel]]fluss.  
 
Im Bereich des [[Pharynx]] können die Larven, wenn sie nicht [[Schluckvorgang|verschluckt]] werden, die [[Schleimhaut|Schleimhäute]] des [[Rachen]] besiedeln. Eine solche Besiedlung führt zu [[Husten]], [[Dyspnoe]], [[Heiserkeit]] sowie zu verstärktem [[Speichel]]fluss.  
  
Im Bereich des [[Jejunum]]s und des [[Ileum]]s dringen die adulten Würmer in die [[Darm]]wand ein. Täglich saugen sie bis zu 0,2ml Blut ab, wobei ein ausgeprägter Befall im Laufe der Zeit zu einer [[Eisenmangelanämie]] mit Leistungsminderung führen kann. Der Befall des [[Darm]]s führt allgemein zu [[Blähung]]en, [[Bauchschmerz]]en, [[Appetitlosigkeit]] und [[Gewichtsverlust]].  
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Im Bereich des [[Jejunum]]s und des [[Ileum]]s dringen die adulten Würmer in die [[Darm]]wand ein. Täglich saugen sie bis zu 0,2 ml Blut ab, wobei ein ausgeprägter Befall im Laufe der Zeit zu einer [[Eisenmangelanämie]] mit Leistungsminderung führen kann. Der Befall des [[Darm]]s führt allgemein zu [[Blähung]]en, [[Bauchschmerz]]en, [[Appetitlosigkeit]] und [[Gewichtsverlust]].  
  
 
==Nachweis==
 
==Nachweis==
Im [[Röntgen]]bild des [[Thorax]] zeigen sich wolkenartige [[Infiltrat]]e. Die Diagnose wird in der Regel durch den Nachweis der Wurmeier im [[Stuhl]] oder Sputum gestellt.
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Im [[Röntgen]]bild des [[Thorax]] zeigen sich wolkenartige [[Infiltrat]]e. Die Diagnose wird in der Regel durch den Nachweis der Wurmeier im [[Stuhl]] oder [[Sputum]] gestellt.
  
 
==Differentialdiagnose==
 
==Differentialdiagnose==
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==Therapie==
 
==Therapie==
Die Therapie erfolgt mit [[Pyrantel]], [[Mebendazol]] oder [[Tiabendazol]]. Die [[Eisenmangelanämie]] sollte ebenfalls behandelt werden [[Bluttransfusion]]en, [[Vitamin]]- und eiweißreiche Kost sind behandlungsfördernd. Bei Einfachbefall und Lokalisierbarkeit kann eine Vereisung mit [[Ethylchlorid]]-Spray erfolgen.  
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Die Therapie erfolgt mit [[Pyrantel]], [[Mebendazol]], [[Albendazol]], [[Benzimidazol]] oder [[Tiabendazol]]. Die [[Eisenmangelanämie]] sollte ebenfalls behandelt werden [[Bluttransfusion]]en, [[Vitamin]]- und eiweißreiche Kost sind behandlungsfördernd. Bei Einfachbefall und Lokalisierbarkeit kann eine Vereisung mit [[Ethylchlorid]]-Spray erfolgen.  
  
 
==Prophylaxe==
 
==Prophylaxe==
 
Das Tragen von festem Schuhwerk sowie eine sorgfältige [[Hygiene|Individualhygiene]] wirken prophylaktisch.
 
Das Tragen von festem Schuhwerk sowie eine sorgfältige [[Hygiene|Individualhygiene]] wirken prophylaktisch.
 
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[[Tag:Wurm]]

Aktuelle Version vom 26. Mai 2019, 22:48 Uhr

Synonym: Hakenwurmkrankheit
Englisch: hookworm disease

1 Definition

Unter einer Ancylostomatidose versteht man eine Infestation mit Ancylostoma duodenale und/oder Necator americanus. Aus der Familie der Ancylostomatidae (Hakenwürmer).

2 Epidemiologie

Von humanmedizinischer Bedeutung sind Ancylostoma duodenale und Necator americanus. Ancylostoma duodenale und Necator americanus finden sich in subtropischen und tropischen Regionen. Asien, Afrika, Südeuropa, der Süden der USA und Zentral- und Südamerika werden als Endemiegebiete angesehen, wobei davon ausgegangen wird, dass etwa fünfhundert bis neunhundert Millionen Menschen von einer Infestation betroffen sind.

Infestationen treten dabei häufig bei der Arbeit auf Reisfeldern sowie beim Barfußgehen auf kontaminierten Böden auf.

3 Klinik

An der Eintrittsstelle der Larven in der Haut treten Effloreszenzen, Rötung und Juckreiz auf. Bei einer Infestation mit Necator americanus sind diese besonders ausgeprägt, da es mehrere Tage dauert, bis der Wurm die Lymphgefäße und Blutgefäße erreicht hat.

Im Bereich des Pharynx können die Larven, wenn sie nicht verschluckt werden, die Schleimhäute des Rachen besiedeln. Eine solche Besiedlung führt zu Husten, Dyspnoe, Heiserkeit sowie zu verstärktem Speichelfluss.

Im Bereich des Jejunums und des Ileums dringen die adulten Würmer in die Darmwand ein. Täglich saugen sie bis zu 0,2 ml Blut ab, wobei ein ausgeprägter Befall im Laufe der Zeit zu einer Eisenmangelanämie mit Leistungsminderung führen kann. Der Befall des Darms führt allgemein zu Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

4 Nachweis

Im Röntgenbild des Thorax zeigen sich wolkenartige Infiltrate. Die Diagnose wird in der Regel durch den Nachweis der Wurmeier im Stuhl oder Sputum gestellt.

5 Differentialdiagnose

6 Therapie

Die Therapie erfolgt mit Pyrantel, Mebendazol, Albendazol, Benzimidazol oder Tiabendazol. Die Eisenmangelanämie sollte ebenfalls behandelt werden Bluttransfusionen, Vitamin- und eiweißreiche Kost sind behandlungsfördernd. Bei Einfachbefall und Lokalisierbarkeit kann eine Vereisung mit Ethylchlorid-Spray erfolgen.

7 Prophylaxe

Das Tragen von festem Schuhwerk sowie eine sorgfältige Individualhygiene wirken prophylaktisch.

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