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Anatomie: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Anatomie ist ein eigenständiges wissenschaftliches Teilgebiet der Medizin und im [[Medizinstudium]] Teil der [[Vorklinik|vorklinischen Ausbildung]]. Die zu vermittelnden Inhalte sind in Deutschland im [[Gegenstandskatalog]] für den [[1. Abschnitt  der ärztlichen Prüfung|ersten Teil der ärztlichen Prüfung]], dem [[GK1]], definiert.  
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Die Anatomie ist ein eigenständiges wissenschaftliches Teilgebiet der Medizin und im [[Medizinstudium]] Teil der [[Vorklinik|vorklinischen Ausbildung]]. Die zu vermittelnden Inhalte sind in Deutschland im [[Gegenstandskatalog]] für den [[1. Abschnitt  der ärztlichen Prüfung|ersten Teil der ärztlichen Prüfung]], dem [[GK1]], definiert. Die Wissenvermittlung erfolgt unter anderem durch Vorlesungen und praktische Übungen, in den Leichen seziert werden, den so genannten [[Päparierkurs]] ("Präp-Kurs").
  
 
In Deutschland gibt es rund 40 universitäre [[anatomisches Institut|anatomische Institute]]. Die [[Leiche]]n, die im Rahmen der studentischen Ausbildung seziert werden, stammen von so genannten [[Körperspende]]rn, die ihre leibliche Hülle durch eine entsprechende Vereinbarung ([[Körperspendevereinbarung]]) nach dem [[Tod]] für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen.
 
In Deutschland gibt es rund 40 universitäre [[anatomisches Institut|anatomische Institute]]. Die [[Leiche]]n, die im Rahmen der studentischen Ausbildung seziert werden, stammen von so genannten [[Körperspende]]rn, die ihre leibliche Hülle durch eine entsprechende Vereinbarung ([[Körperspendevereinbarung]]) nach dem [[Tod]] für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen.

Version vom 16. Januar 2008, 10:32 Uhr

von griechisch: ἀνατέμνειν ("anatemnein") - trennen, zerschneiden
Englisch: anatomy

1 Definition

Die Anatomie ist die beschreibende Lehre vom Aufbau bzw. der Gestalt (Morphologie) des menschlichen Körpers und seiner Gewebe (Histologie), sowie deren Entwicklung (Embryologie).

Sie basiert auf der analysierenden Präparation bzw. Sektion von Leichen (lateinisch: secare - schneiden) aus wissenschaftlichen Gründen.

2 Geschichte

Aus mesopotamischen Keilschriften lässt sich ableiten, dass bereits um 3.500 vor Christus die Sumerer und Babylonier über erste anatomische Grundkenntnisse verfügten. Obwohl einzelne Kulturen - allen voran die Ägyper - im Umgang mit Leichen eine erstaunliche Kunstfertigkeit entwickelten, war die Entwicklung der Anatomie in der Antike dadurch gehemmt, dass der Körper von Toten in vielen Ländern als unantastbar galt.

Im antiken Griechenland wurden systematische Erkenntnisse an Tieren und Totgeborenen gewonnen. Diese Beobachtungen wurden unter anderem von Empedokles, Hippokrates und Aristoteles durchgeführt, waren aber weniger medizinisch als naturwissenschaftlich motiviert.

Die Einführung der Anatomie als medizinisches Wissengebiet kann im wesentlichen auf den Griechen Galenos von Pergamon (129-201) zurückgeführt werden. Galen war in Rom als Leibarzt für den Kaiser Commodus tätig. Er entwickelte eine umfassende Krankheitslehre, die er in seinem Werk "Methodus methendi" niederlegte. Seine anatomischen Beobachtungen bilden die Grundlage für sein Buch "De anatomicis administrationibus". Die Erkenntnisse Galens basierten allerdings überwiegend auf der Sektion von Tieren, so dass sie im Hinblick auf die menschliche Anatomie zahlreiche Fehler enthielten. Das Werk Galens blieb dennoch über viele Jahrhunderte bis in die Renaissance hinein tonangebend.

Als Begründer der modernen Anatomie gilt Andreas Vesalius, kurz "Vesal" (1514-1564), der das 1543 erschienene, siebenbändige Werk "De humani corporis fabrica" verfasste.

3 Gegenwart

Die Anatomie ist ein eigenständiges wissenschaftliches Teilgebiet der Medizin und im Medizinstudium Teil der vorklinischen Ausbildung. Die zu vermittelnden Inhalte sind in Deutschland im Gegenstandskatalog für den ersten Teil der ärztlichen Prüfung, dem GK1, definiert. Die Wissenvermittlung erfolgt unter anderem durch Vorlesungen und praktische Übungen, in den Leichen seziert werden, den so genannten Päparierkurs ("Präp-Kurs").

In Deutschland gibt es rund 40 universitäre anatomische Institute. Die Leichen, die im Rahmen der studentischen Ausbildung seziert werden, stammen von so genannten Körperspendern, die ihre leibliche Hülle durch eine entsprechende Vereinbarung (Körperspendevereinbarung) nach dem Tod für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen.

4 Einteilung

Die Anatomie kann nach verschiedenen Aspekten weiter unterteilt werden.

4.1 ...nach Betrachtungsfokus

4.2 ...nach Betrachtungsmethode

4.3 ...nach Betrachtungsobjekt

5 Anatomie im Flexikon

Im Flexikon ist die Anatomie nach dem Gegenstandskatalog für den ersten Teil der ärztlichen Prüfung (GK1) des IMPP gegliedert in:

6 Weblinks

Diese Seite wurde zuletzt am 5. Februar 2018 um 00:54 Uhr bearbeitet.

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