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Analkarzinom: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Therapie ist abhängig von der Lokalisation und Größe des Befundes. Therapieziel ist die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. Bei kleineren Tumoren erfolgt die [[Exzision]] im Gesunden. Bei größeren Tumoren wird meist eine kombinierte [[Radiotherapie|Radio]]- und [[Chemotherapie]] durchgeführt und danach evtl. vorhandenes Tumorgewebe chirurgisch beseitigt. Alternativ erfolgt eine abdominoperineale [[Rektumexstirpation]] mit nachgelagerter [[Radiochemotherapie]].  
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Die Therapie ist abhängig von der Lokalisation und Größe des Befundes. Therapieziel ist die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. Bei kleineren Tumoren erfolgt die [[Exzision]] im Gesunden. Bei größeren Tumoren wird meist eine kombinierte [[Radiochemotherapie]] durchgeführt und danach evtl. vorhandenes Tumorgewebe chirurgisch beseitigt. Alternativ erfolgt eine abdominoperineale [[Rektumexstirpation]] mit nachgelagerter [[Radiochemotherapie]].  
  
11, 18 und 26 Wochen nach Beginn der primärer Radiochemotherapie sollte eine [[Response]]beurteilung erfolgen. Sie umfasst eine digital-rektale Untersuchung und eine Rektoskopie. Eine weiterführende Diagnostik bei Verdacht auf einen residuellen lokalen Tumor wird erst nach 26 Wochen empfohlen.<ref>[https://www.doccheck.com/de/detail/documents/6186-analkarzinom-neue-s3-leitlinie?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=DC%2520Search&utm_campaign=DC%2520Search%2520content_type%253Adocument&utm_content=DC%2520Search%2520 Analkarzinom: Neue S3-Leitlinie, DocCheck, abgerufen am 12.11.2020</ref>
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11, 18 und 26 Wochen nach Beginn der primären Radiochemotherapie sollte eine [[Response]]beurteilung erfolgen. Sie umfasst eine digital-rektale Untersuchung und eine Rektoskopie. Eine weiterführende Diagnostik bei Verdacht auf einen residuellen lokalen Tumor wird erst nach 26 Wochen empfohlen.<ref>[https://www.doccheck.com/de/detail/documents/6186-analkarzinom-neue-s3-leitlinie?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=DC%2520Search&utm_campaign=DC%2520Search%2520content_type%253Adocument&utm_content=DC%2520Search%2520 Analkarzinom: Neue S3-Leitlinie, DocCheck, abgerufen am 12.11.2020</ref>
  
 
Durch einen chirurgischen Eingriff geht in den meisten Fällen die [[Stuhlkontinenz]] verloren, so dass ein [[Anus praeter]] gelegt werden muss.
 
Durch einen chirurgischen Eingriff geht in den meisten Fällen die [[Stuhlkontinenz]] verloren, so dass ein [[Anus praeter]] gelegt werden muss.

Version vom 12. November 2020, 16:45 Uhr

Synonyme: Analkrebs

1 Definition

Analkarzinome sind bösartige Tumoren des Anus. Sie sind insgesamt seltene Tumore.

2 Histologie

Es handelt sich meist um Plattenepithelkarzinome

3 Metastasierung

Die Metastasierung erfolgt frühzeitig lymphogen nach inguinal und retroperitoneal.


4 Einteilung

Man unterscheidet:

5 Symptome

6 Diagnose

Analrandkarzinome können bereits durch die Inspektion und die digital-rektale Untersuchung des Analbereichs entdeckt werden. Analkanalkarzinome erfordern eine Proktorektoskopie. Bei verdächtigem Befund wird eine Biopsie entnommen. Zusätzlich sollten die inguinalen Lymphknoten untersucht werden.

7 Therapie

Die Therapie ist abhängig von der Lokalisation und Größe des Befundes. Therapieziel ist die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. Bei kleineren Tumoren erfolgt die Exzision im Gesunden. Bei größeren Tumoren wird meist eine kombinierte Radiochemotherapie durchgeführt und danach evtl. vorhandenes Tumorgewebe chirurgisch beseitigt. Alternativ erfolgt eine abdominoperineale Rektumexstirpation mit nachgelagerter Radiochemotherapie.

11, 18 und 26 Wochen nach Beginn der primären Radiochemotherapie sollte eine Responsebeurteilung erfolgen. Sie umfasst eine digital-rektale Untersuchung und eine Rektoskopie. Eine weiterführende Diagnostik bei Verdacht auf einen residuellen lokalen Tumor wird erst nach 26 Wochen empfohlen.[1]

Durch einen chirurgischen Eingriff geht in den meisten Fällen die Stuhlkontinenz verloren, so dass ein Anus praeter gelegt werden muss.

8 Prognose

Die Prognose ist abhängig von Größe des Tumors und Infiltrationstiefe in umliegendes Gewebe. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei

  • 100%, wenn der Sphinkter noch nicht infiltriert war
  • 50-80% bei Sphinkter-Infiltration
  • <40% bei erfolgtem Lymphknotenbefall

9 Nachsorge

Die Nachsorge beginn nach der primären R0-Resektion oder nach einer vollständigen Remission 26 Wochen nach Beginn der Radiochemotherapie. Eine Nachsorge mit Anamnese, klinisch-instrumenteller Untersuchung und Bildgebung soll mindestens über 5 Jahre erfolgen.

10 Quellen

  1. [https://www.doccheck.com/de/detail/documents/6186-analkarzinom-neue-s3-leitlinie?utm_source=www.doccheck.com&utm_medium=DC%2520Search&utm_campaign=DC%2520Search%2520content_type%253Adocument&utm_content=DC%2520Search%2520 Analkarzinom: Neue S3-Leitlinie, DocCheck, abgerufen am 12.11.2020

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Oktober 2021 um 18:26 Uhr bearbeitet.

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