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Analkarzinom: Unterschied zwischen den Versionen

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* 50-80% bei Sphinkter-Infiltration
 
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Eine digital-rektale Untersuchung und Rektoskopie soll 11, 18 und 26 Wochen nach Beginn der Radiochemotherapie erfolgen.
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Version vom 25. Oktober 2020, 08:14 Uhr

Synonyme: Analkrebs

1 Definition

Analkarzinome sind bösartige Tumoren des Anus. Sie sind insgesamt seltene Tumore.

2 Histologie

Es handelt sich meist um Plattenepithelkarzinome

3 Metastasierung

Die Metastasierung erfolgt frühzeitig lymphogen nach inguinal und retroperitoneal.


4 Einteilung

Man unterscheidet:

5 Symptome

6 Diagnose

Analrandkarzinome können bereits durch die Inspektion und die rektale digitale Untersuchung des Analbereichs entdeckt werden. Analkanalkarzinome erfordern eine Proktorektoskopie. Bei verdächtigem Befund wird eine Biopsie entnommen. Zusätzlich sollten die inguinalen Lymphknoten untersucht werden.

7 Therapie

Die Therapie ist abhängig von der Lokalisation und Größe des Befundes. Therapieziel ist die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. Bei kleineren Tumoren erfolgt die Exzision im Gesunden. Bei größeren Tumoren wird meist eine kombinierte Radio- und Chemotherapie durchgeführt und danach evtl. vorhandenes Tumorgewebe chirurgisch beseitigt. Alternativ erfolgt eine abdominoperineale Rektumexstirpation mit nachgelagerter Radiochemotherapie.

Durch einen chirurgischen Eingriff geht in den meisten Fällen die Stuhlkontinenz verloren, so dass ein Anus praeter gelegt werden muss.

8 Prognose

Die Prognose ist abhängig von Größe des Tumors und Infiltrationstiefe in umliegendes Gewebe. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei

  • 100%, wenn der Sphinkter noch nicht infiltriert war
  • 50-80% bei Sphinkter-Infiltration
  • <40% bei erfolgtem Lymphknotenbefall

9 Responsebeurteiltung nach primärer Radiochemotherapie

Eine digital-rektale Untersuchung und Rektoskopie soll 11, 18 und 26 Wochen nach Beginn der Radiochemotherapie erfolgen.

Diese Seite wurde zuletzt am 12. November 2020 um 16:46 Uhr bearbeitet.

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