Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Amyotrophe Lateralsklerose

Version vom 22. August 2004, 20:11 Uhr von Nils Nicolay (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) « Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version » (Unterschied)

Von griechisch: myos - Muskel, trophe - Ernährung
Synonyme. amyotrophe Lateralsklerose, myatrophe Lateralsklerose, Charcot-Syndrom
Abkürzung: ALS, MAL
Englisch: amyotrophic lateral sclerosis

1 Definition

Die amyotrophische Lateralsklerose ist eine chronisch-degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), die durch die Atrophie der Skelettmuskulatur und Pyramidenbahnzeichen imponiert.

2 Pathophysiologie

Die Ursachen der amyotrophischen Lateralsklerose sind bis heute unbekannt. Eine typischerweise beobachtbare familiäre Häufung von Krankheitsfällen weist auf eine genetische Disposition hin, aber auch andere Faktoren wie Virus- oder Autoimmunerkrankungen werden diskutiert.
Die Symptomatik der Erkrankung resultiert aus dem Zugrundegehen der Motoneurone des Rückenmarks, die wiederum auf eine Degeneration bestimmter Hirnareale zurückgeführt werden kann. Auch ein Schwund von Ganglienzellen in motorischen Hirnnervenkernen und dem medullären Vorderhorn lässt sich regelmäßig nachweisen.

Durch die nervalen Degenerationen kommt es sekundär zu einer Atrophie der innervierten Muskulatur, besonders an den Extremitäten; die Symptome ähneln denen einer spinalen Atrophie. Ausfälle motorischer Hirnnerven führen zur Atrophie der Gesichtsmuskulatur und führen zum Krankheitsbild einer fortschreitenden Bulbärparalyse.

3 Epidemiologie

Sie entsteht durch eine Schädigung des 1. und 2. motorischen Neurons im Gehirn und im Rückenmark. Diese Motoneurone sind für die willkürliche Steuerung der Skelettmuskulatur verantwortlich.

Fachgebiete: Neurologie

Priviet
#3 am 12.12.2016 von Igor Ivanovic (Nichtmedizinischer Beruf)
Gast
Stephen Hawkins heisst eigentlich Stephen Hawking.
#2 am 25.08.2016 von Gast (Student/in der Humanmedizin)
Vielen Dank erst einmal für diesen Artikel :-). Ich habe allerdings inhaltlich eine Frage: "Hier kommen anticholinerg wirksame Medikamente wie Amitriptylin, Scopolamin oder Methionin zum Einsatz, deren "Nebenwirkungen" man nutzt, um die Hypersalivation zu vermindern." Wirkt Methionin tatsächlich anticholinerg? Denn darüber finde ich nichts greifbares, in den gängigen Portalen.
#1 am 15.07.2016 von Katrin Grünewald (Pflegewirt/in)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

49 Wertungen (3.65 ø)

250.456 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: