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Amnioninfektionssyndrom

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Synonym: AIS
Englisch: intra-amniotic infection

1 Definition

Das Amnioninfektionssyndrom, kurz AIS, beschreibt eine bakterielle Infektion der Eihäute, der Decidua, des Fruchtwassers und eventuell des Fötus während der Schwangerschaft.

2 Äthiologie

Das Amnioninfektionssyndrom wird meistens durch Mischinfektion mit aeroben und anaeroben Keimen ausgelöst. Typische Erreger sind Streptokokken, Enterokokken, E. coli, Listerien und Chlamydien. Die Infektion erfolgt durch aszendierende Keime aus Zervix und Vagina oder durch hämatogene, diaplazentare Ausweitung einer Infektion der Mutter.

Häufigste Ursache ist ein vorzeitiger Blasensprung. Weitere Risikofaktoren sind eine Zervixinsuffizienz, eine protrahierte Geburt und häufige vaginale Untersuchungen subpartal.

3 Symptome

Symptome bei der Mutter sind Fieber, Tachykardie, ein druckdolenter Uterus, Wehen und eine Leukozytose. Fetales Hauptsymptom ist eine Tachykardie (>160 bpm). Typ und Virulenz der Erreger bestimmen den klinischen Verlauf der Erkrankung.

4 Komplikationen

Bei spät erkannten und schweren Verläufen besteht die Gefahr einer Sepsis.

5 Therapie

Je nach Fortschritt der Schwangerschaft und Reife des Fötus ist eine hochdosierte Antibiotikatherapie oder eine Beendigung der Schwangerschaft bzw. der Geburt ggf. durch einen Kaiserschnitt indiziert.

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Fachgebiete: Gynäkologie

Diese Seite wurde zuletzt am 19. Oktober 2015 um 14:32 Uhr bearbeitet.

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