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Amlodipin: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Tag:Amlodipin]]

Version vom 22. November 2012, 10:57 Uhr

Handelsnamen: Norvasc u.a.

1 Definition

Amlodipin gehört als Calciumkanalblocker zu den Dihydropyridinen, die bei der Behandlung der Hypertonie zum Einsatz kommen.

2 Wirkmechanismus

Amlodipin hemmt die Calciumkanäle vom L-Typ, so dass es insbesondere in den Muskelzellen der Gefäßwände wirkt. Dadurch sinkt dort der Calciumgehalt ab und eine Kontraktion ist nicht mehr möglich. Daraus resultiert eine Vasodilatation und ein damit einhergehender Blutdruckabfall. Außerdem hat Amlodipin noch eine zusätzliche Wirkung als sogenanntes FIASMA, was für Funktioneller Hemmer der sauren Sphingomyelinase steht.

3 Klinik

Liegt eine arterielle Hypertonie vor, wird Amlodipin als Basistherapeutikum häufig verschrieben. Außerdem kann es auch als Prophylaxe gegen Angina pectoris-Anfälle oder die Prinzmetal-Angina-Anfälle verabreicht werden. Es kann in Kombination mit Sartanen (zum Beispiel Valsartan) oder Statinen (zum Beispiel Atorvastatin) zur Therapie herangezogen werden.

4 Pharmakokinetik

Amlodipin weist im Vergleich zu den übrigen Dihydropyridinen eine sehr lange Halbwertszeit von bis zu 40 Stunden auf, was die kontinuierliche Blutdruckregulation ermöglicht.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Bedingt durch die starke Vasodilatation kommt es bei der Einnahme von Amlodipin oft zu Kopfschmerzen und einer Gesichtsrötung mit einhergehender Wärmeempfindung. Aufgrund des erhöhten Blutflusses bilden sich häufig Beinödeme. Auch Schwindel, Übelkeit, Bauchschmerzen und Müdigkeit sind beobachtete Nebenwirkungen des Medikaments.

6 Kontraindikationen

Eine Überempfindlichkeit gegenüber Dihydropyridinen stellt neben einer instabilen Angina pectoris, einer Aortenklappenstenose und einem Kreislaufschock eine wichtige Kontraindikation dar.

Diese Seite wurde zuletzt am 28. November 2017 um 12:06 Uhr bearbeitet.

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