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Allergie: Unterschied zwischen den Versionen

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#* einzige ''zellvermittelte'' Reaktion
 
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**[[Hyposensibilisierung]] ist eine Möglichkeit zur sekundären vorsorglichen Behandlung. Durch langsam ansteigende Dosen des [[Allergen]]s, die in die Unterhaut gespritzt werden, soll das [[Immunsystem]] lernen, nicht mehr allergisch auf die auslösende Substanz zur reagieren. Hat die Therapie Erfolg, kann das Immunsystem dann auch auf neue Allergene korrekt reagieren und es entstehen weniger neue zusätzliche Allergien. Die Therapie erstreckt sich in der Regel über drei Jahre und kann von Nebenwirkungen bis hin zum allergischen Schock verbunden sein.
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**[[Antiallergikum|Antiallergika]] in Form von Tabletten, Nasen- oder Lungensprays oder Augentropfen. Hauptsächlich werden [[Antihistaminika]], [[Mastzellstabilisator]]en oder Cortikoide ([[Kortison]]) eingesetzt. In  schweren Fällen ist ärztliche [[Erste Hilfe]] erforderlich.
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**[[Psychosomatik|Psychosomatische]] Verfahren
  
 
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''Diese Seite enthält Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie''
 
''Diese Seite enthält Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie''

Version vom 28. Dezember 2005, 14:21 Uhr

1 Definition

Eine Allergie ist eine Immunreaktion des Körpers auf nicht-infektiöse Fremdstoffe (Allergene). Der Körper reagiert mit Entzündungszeichen und der Bildung von Antikörpern (Antigen(Allergen)-Antikörper-Reaktion).

2 Hintergrund

Eine Allergie kann sich in Form von leichten Hautausschlägen, aber auch in lebensbedrohlichen Reaktionen manifestieren (anaphylaktische allergische Reaktion). Wenn ein Patient allergisch auf ein bestimmtes Arzneimittel (Wirkstoff oder Hilfsstoff) reagiert hat, sollte sichergestellt werden, dass dieses Arzneimittel sowie auch chemisch verwandte Stoffe in Zukunft nicht mehr verabreicht werden.

3 Symptome

Allergien können folgende Symptome auslösen:

4 Klinische Einteilung

Die folgende Einteilung nach Coombs und Gell von 1963 lässt dennoch fließende Übergänge beim einzelnen Kranken zu; klassischerweise unterscheidet man vier Typen:

  1. Typ I, Soforttyp, Anaphylaxie (häufigster Typ): innerhalb von Sekunden oder Minuten vermitteln zellständige IgE-Antikörper die Freisetzung diverser Mediatoren wie Histamin, aber auch Prostaglandine und Leukotriene aus den basophilen Granulozyten und Mastzellen
  2. Typ II, zytotoxischer Typ: innerhalb von Stunden (bis zu zwölf) bilden zellständige Antigene (also aufgenommene Fremdsubstanzen wie gewisse Medikamente oder transfundiertes Blut) Immunkomplexe mit körpereigenen, im Blutstrom kreisenden IgG-Antikörpern; diese aktivieren zytotoxische Killerzellen und Komplement, daraufhin kommt es zur Zerstörung (Lyse) körpereigener Zellen
  3. Typ III, Immunkomplex- oder Arthus-Typ: auch innerhalb von Stunden bilden sich hier Klumpen von Antikörpern und Antigenen, die sowohl zellständig sein als auch frei im Blut schwimmen können; auch hier wird Komplement aktiviert und führt zur Phagozytose (Aufnahme) der Komplexe durch Weiße Blutkörperchen, welche wiederum Enzyme freisetzen, die Gewebe angreifen.
  4. Typ IV, Spättyp, verzögerter Typ: nach einem halben bis drei Tagen setzen sensibilisierte T-Lymphozyten Lymphokine frei, welche weitere Weiße Blutzellen zum Ort des Allergens locken, woraufhin dort eine Entzündung entsteht

5 Therapie

  • Vorsorglich:
    • Die beste primäre Vorbeugung ist sicherlich die Allergenkarenz, das heißt das Vermeiden des Kontaktes mit einem Allergen, doch dies ist leider nur selten möglich. Klassische Beispiele sind Tierhaarallergien und Nahrungsmittelsallergien.
    • Als echte primäre Prophylaxe wird für Neugeborene mit erhöhtem Risiko, an Allergien zu erkranken, ausschließliches Stillen für wenigstens sechs Monate oder bei Stillhindernissen die Ernährung mit einer hypoallergenen Flaschennahrung, die ihre Schutzwirkung in Studien auch nachgewiesen hat, empfohlen. Noch nicht abschließend zu beurteilen ist der vorbeugende Effekt von sogenannten „Probiotika“, z. B. Laktobacillus bifidus. Diese natürlichen Darmbakterien sind nicht nur in vielen probiotischen Joghurts u. a. enthalten, sondern mittlerweile auch in den ersten Säuglingsnahrungen und finnische Studien geben Hinweise darauf, dass bei nicht gestillten Säuglingen die Ernährung hiermit möglicherweise vor der Entstehung von Allergien schützt. Da zahlreiche Allergiker auch auf Milchprotein allergisch reagieren, ist der häufige Verzehr von probiotischen Joghurts nicht unproblematisch.
    • Hyposensibilisierung ist eine Möglichkeit zur sekundären vorsorglichen Behandlung. Durch langsam ansteigende Dosen des Allergens, die in die Unterhaut gespritzt werden, soll das Immunsystem lernen, nicht mehr allergisch auf die auslösende Substanz zur reagieren. Hat die Therapie Erfolg, kann das Immunsystem dann auch auf neue Allergene korrekt reagieren und es entstehen weniger neue zusätzliche Allergien. Die Therapie erstreckt sich in der Regel über drei Jahre und kann von Nebenwirkungen bis hin zum allergischen Schock verbunden sein.
  • Akut:
  • Begleitend:

Diese Seite enthält Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Allergie

Diese Seite wurde zuletzt am 2. März 2021 um 12:57 Uhr bearbeitet.

Guter Hinweis. Habe ich gleich mal ergänzt. Ist aber noch keine allgemeine Lehrmeinung!
#2 am 24.01.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt | Ärztin)
Gast
hallo! ich habe gerade von eine anästhesistin erfahren, dass es einen 5. und 6. allergietyp geben soll. auf meiner uni werden aktuell noch immer die hier beschriebenen 4 typen gelehrt. im www habe ich bisher nichts brauchbares dazu gefunden. wie schaut der trend international aus? lg
#1 am 23.01.2018 von Gast (Weitere medizinische Berufe)

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