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Alkoholentzug

Version vom 28. Mai 2014, 13:58 Uhr von Fabian Geßner (Diskussion | Beiträge)

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1 Allgemeines

Der Alkoholentzug stellt für den Patienten eine sehr schwere Phase dar. Der Alkoholiker muss lernen, sein Leben ohne Alkohol zu gestalten. Während des Alkoholentzugs muss eine absolute Alkoholabstinenz erfolgen. Da sich der Körper schon an den Alkohol gewöhnt hat, treten während des Alkoholentzuges Entzugserscheinungen aus.

Patienten, die schon längere Zeit unter dem Alkoholismus leiden müssen während des Alkoholentzugs mit starken Entzugserscheinungen rechnen. Unbehandelt können Entzugserscheinungen lebensbedrohlich sein. Der Alkoholentzug sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Der Alkoholentzug erfolgt in der Regel unter stationärer Behandlung in Fachkliniken. Zahlreich Kliniken bieten eine sogenannte qualifizierte Entzugsbehandlung an.

2 Qualifizierte Entzugsbehandlung

Bei der qualifizierten Entzugsbehandlung geht es neben dem körperlichen Entzug auch darum, die Erkrankung aus psychologischer Sicht zu verstehen und sie bewältigen zu können. Hierbei ist es wichtig, die Motivation des Patienten zu stärken und aufrechtzuerhalten. So können Rückfälle verhindert werden. Bestehende Neben- und Folgeerkrankungen werden ebenfalls behandelt. Ziel ist es, den Patienten an ein Leben ohne Alkohol zu gewöhnen. Nach dem Alkoholentzug schließt sich die Entwöhnungspahse an.

3 Enzugsarten

3.1 Kalter Entzug

Beim kalten Entzug erfolgt die Therapie ohne medikamentöse Behandlung, jedoch meist entsprechender therapeutischer und pflegerischer Betreuung. Einige Alkoholiker versuchen den kalten Entzug allein, da das Schamgefühl zu groß ist und sie sich scheuen sich professionelle Hilfe anzunehmen. Ein selbstständig durchgeführter kalter Entzug birgt jedoch gewisse Risiken. Daher sollte ein kalter Entzug nur unter ärztlicher und therapeutischer Aufsicht erfolgen. Die größte Komplikation ist das Delirium tremens, das Halluzinationen, Angstzuständen, Verwirrtheit, Zittern, Erregung, Hyperhidrosis und auch mit Krampfanfällen einhergehen kann. Im Rahmen einer qualifizierten Behandlung dauert ein kalter Entzug bis zu zwei Wochen.

3.2 Warmer Entzug

Der warme Entzug ist für den Patienten wesentlich angenehmer, das dieser mit Medikamenten unterstützt wird. Die Medikamente lindern die Entzugserscheinungen und verhindern mögliche Krampfanfälle. Bei einem warmen Entzug sind vorzeitige Therapieabbrüche seltener, als beim kalten Entzug.

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