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Alkoholentzug: Unterschied zwischen den Versionen

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== Allgemeines ==
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==Definition==
Der '''Alkoholentzug''' stellt für den Patienten eine sehr schwere Phase dar. Der Alkoholiker muss lernen, sein Leben ohne Alkohol zu gestalten. Während des Alkoholentzugs muss eine absolute [[Alkoholabstinenz]] erfolgen. Da sich der Körper schon an den [[Alkohol]] gewöhnt hat, treten während des Alkoholentzuges [[Entzugserscheinung]]en aus.
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Unter '''Alkoholentzug''' versteht man den freiwilligen oder unfreiwilligen Verzicht auf [[Alkohol]] bei bestehendem [[Alkoholismus]].  
  
Patienten, die schon längere Zeit unter dem [[Alkoholismus]] leiden müssen während des Alkoholentzugs mit starken Entzugserscheinungen rechnen. Unbehandelt können Entzugserscheinungen lebensbedrohlich sein. Der Alkoholentzug sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Der Alkoholentzug erfolgt in der Regel unter stationärer Behandlung in Fachkliniken. Zahlreich Kliniken bieten eine sogenannte qualifizierte Entzugsbehandlung an.
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==Hintergrund==
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Der Alkoholentzug stellt für den Patienten eine sehr schwere Phase dar. Der Alkoholiker muss lernen, sein Leben ohne Alkohol zu gestalten. Während des Alkoholentzugs muss eine absolute [[Alkoholabstinenz]] erfolgen.
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Während des Alkoholentzugs treten [[Entzugserscheinung]]en auf, die umso stärker ausfallen, je länger der Alkoholismus bestand. Unbehandelt können Entzugserscheinungen lebensbedrohlich sein. Der Alkoholentzug sollte stets unter [[Arzt|ärztlicher]] Aufsicht erfolgen. Er wird in der Regel unter stationärer Behandlung in Fachkliniken durchgeführt - als so genannte "qualifizierte Entzugsbehandlung".
  
 
== Qualifizierte Entzugsbehandlung ==
 
== Qualifizierte Entzugsbehandlung ==
Bei der qualifizierten Entzugsbehandlung geht es neben dem körperlichen [[Entzug]] auch darum, die Erkrankung aus psychologischer Sicht zu verstehen und sie bewältigen zu können. Hierbei ist es wichtig, die Motivation des Patienten zu stärken und aufrechtzuerhalten. So können Rückfälle verhindert werden. Bestehende Neben- und Folgeerkrankungen werden ebenfalls behandelt. Ziel ist es, den Patienten an ein Leben ohne [[Alkohol]] zu gewöhnen. Nach dem Alkoholentzug schließt sich die Entwöhnungspahse an.
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Bei der qualifizierten Entzugsbehandlung geht es neben dem körperlichen [[Entzug]] auch darum, die Erkrankung aus [[psychologisch]]er Sicht zu verstehen und sie bewältigen zu können. Der Patient wird durch ein [[interdisziplinär]]es Team medizinisch und pflegerisch betreut. Ein Sozialdienstmitarbeiter sollte sich darüber hinaus um die Aktivierung psychosozialer Ressourcen kümmern.
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Ein wesentliches Ziel der Entzugsbehandlung ist es, die Veränderungsbereitschaft des Patienten zu stärken und aufrechtzuerhalten. So können durch Motivation zur Teilnahme an weiterführenden Hilfen wie einer [[Entwöhnungsbehandlung]] ("Langzeittherapie"), einer Anbindung an lokale [[Suchtberatungsstelle]]n oder einer regelmäßigen [[suchtmedizin]]ischen Mitbetreuung Rückfälle reduziert oder verhindert werden. In diesem Rahmen kann weiterhin die Einstellung auf abstinenzfördernde Medikationen wie Anti-Craving-Mittel oder [[Disulfiram]]  ("[[Antabus]]") erfolgen.
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Bestehende Neben- und Folgeerkrankungen werden ebenfalls behandelt. Ziel ist es, den Patienten an ein Leben ohne [[Alkohol]] zu gewöhnen. Kurzfristig ist die Reduktion von Menge und Häufigkeit des pathologischen Alkoholkonsums anzustreben. Nach dem Alkoholentzug schließt sich die Entwöhnungsphase an.
  
== Enzugsarten ==
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== Entzugsarten ==
=== Kalter Entzug ===
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==="Kalter Entzug"===
Beim kalten Entzug erfolgt die Therapie ohne [[medikamentös]]e Behandlung, jedoch meist entsprechender therapeutischer und pflegerischer Betreuung. Einige Alkoholiker versuchen den kalten Entzug allein, da das Schamgefühl zu groß ist und sie sich scheuen sich professionelle Hilfe anzunehmen. Ein selbstständig durchgeführter kalter Entzug birgt jedoch gewisse Risiken. Daher sollte ein kalter Entzug nur unter ärztlicher und therapeutischer Aufsicht erfolgen. Die größte Komplikation ist das [[Delirium tremens]], das [[Halluzination]]en, [[Angst]]zuständen, [[Verwirrtheit]], [[Zittern]], [[Erregung]], [[Hyperhidrosis]] und auch mit [[Krampfanfälle]]n einhergehen kann. Im Rahmen einer qualifizierten Behandlung dauert ein kalter Entzug bis zu zwei Wochen.
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Beim kalten Entzug erfolgt die Therapie ohne [[medikamentös]]e Behandlung, jedoch meist entsprechender mit therapeutischer und pflegerischer Betreuung. Einige Alkoholiker versuchen den kalten Entzug allein, da das Schamgefühl zu groß ist und sie sich scheuen, professionelle Hilfe anzunehmen. Ein selbstständig durchgeführter kalter Entzug birgt jedoch gewisse Risiken. Daher sollte er nur unter ärztlicher und therapeutischer Aufsicht erfolgen. Die größte Komplikation ist das [[Delirium tremens]], das mit [[Halluzination]]en, [[Angst]]zuständen, [[Verwirrtheit]], [[Zittern]], [[Erregung]], [[Hyperhidrosis]] und auch mit [[Krampfanfälle]]n einhergehen kann. Im Rahmen einer qualifizierten Behandlung dauert ein kalter Entzug bis zu zwei Wochen.
  
=== Warmer Entzug ===
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==="Warmer Entzug"===
Der warme Entzug ist für den Patienten wesentlich angenehmer, das dieser mit [[Medikamente]]n unterstützt wird. Die [[Medikamente]] lindern die Entzugserscheinungen und verhindern mögliche [[Krampfanfälle]]. Bei einem warmen Entzug sind vorzeitige Therapieabbrüche seltener, als beim kalten Entzug.
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Der warme Entzug ist für den Patienten wesentlich angenehmer, da dieser mit [[Medikamente]]n unterstützt wird. Die [[Medikamente]] lindern die Entzugserscheinungen und verhindern mögliche [[Krampfanfälle]]. Bei einem warmen Entzug sind vorzeitige Therapieabbrüche seltener als beim kalten Entzug.
 
[[Fachgebiet:Allgemeinmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Allgemeinmedizin]]
 
[[Fachgebiet:Psychiatrie]]
 
[[Fachgebiet:Psychiatrie]]

Aktuelle Version vom 16. Juni 2017, 16:07 Uhr

1 Definition

Unter Alkoholentzug versteht man den freiwilligen oder unfreiwilligen Verzicht auf Alkohol bei bestehendem Alkoholismus.

2 Hintergrund

Der Alkoholentzug stellt für den Patienten eine sehr schwere Phase dar. Der Alkoholiker muss lernen, sein Leben ohne Alkohol zu gestalten. Während des Alkoholentzugs muss eine absolute Alkoholabstinenz erfolgen.

Während des Alkoholentzugs treten Entzugserscheinungen auf, die umso stärker ausfallen, je länger der Alkoholismus bestand. Unbehandelt können Entzugserscheinungen lebensbedrohlich sein. Der Alkoholentzug sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Er wird in der Regel unter stationärer Behandlung in Fachkliniken durchgeführt - als so genannte "qualifizierte Entzugsbehandlung".

3 Qualifizierte Entzugsbehandlung

Bei der qualifizierten Entzugsbehandlung geht es neben dem körperlichen Entzug auch darum, die Erkrankung aus psychologischer Sicht zu verstehen und sie bewältigen zu können. Der Patient wird durch ein interdisziplinäres Team medizinisch und pflegerisch betreut. Ein Sozialdienstmitarbeiter sollte sich darüber hinaus um die Aktivierung psychosozialer Ressourcen kümmern.

Ein wesentliches Ziel der Entzugsbehandlung ist es, die Veränderungsbereitschaft des Patienten zu stärken und aufrechtzuerhalten. So können durch Motivation zur Teilnahme an weiterführenden Hilfen wie einer Entwöhnungsbehandlung ("Langzeittherapie"), einer Anbindung an lokale Suchtberatungsstellen oder einer regelmäßigen suchtmedizinischen Mitbetreuung Rückfälle reduziert oder verhindert werden. In diesem Rahmen kann weiterhin die Einstellung auf abstinenzfördernde Medikationen wie Anti-Craving-Mittel oder Disulfiram ("Antabus") erfolgen.

Bestehende Neben- und Folgeerkrankungen werden ebenfalls behandelt. Ziel ist es, den Patienten an ein Leben ohne Alkohol zu gewöhnen. Kurzfristig ist die Reduktion von Menge und Häufigkeit des pathologischen Alkoholkonsums anzustreben. Nach dem Alkoholentzug schließt sich die Entwöhnungsphase an.

4 Entzugsarten

4.1 "Kalter Entzug"

Beim kalten Entzug erfolgt die Therapie ohne medikamentöse Behandlung, jedoch meist entsprechender mit therapeutischer und pflegerischer Betreuung. Einige Alkoholiker versuchen den kalten Entzug allein, da das Schamgefühl zu groß ist und sie sich scheuen, professionelle Hilfe anzunehmen. Ein selbstständig durchgeführter kalter Entzug birgt jedoch gewisse Risiken. Daher sollte er nur unter ärztlicher und therapeutischer Aufsicht erfolgen. Die größte Komplikation ist das Delirium tremens, das mit Halluzinationen, Angstzuständen, Verwirrtheit, Zittern, Erregung, Hyperhidrosis und auch mit Krampfanfällen einhergehen kann. Im Rahmen einer qualifizierten Behandlung dauert ein kalter Entzug bis zu zwei Wochen.

4.2 "Warmer Entzug"

Der warme Entzug ist für den Patienten wesentlich angenehmer, da dieser mit Medikamenten unterstützt wird. Die Medikamente lindern die Entzugserscheinungen und verhindern mögliche Krampfanfälle. Bei einem warmen Entzug sind vorzeitige Therapieabbrüche seltener als beim kalten Entzug.

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