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Alkoholentzug: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter '''Alkoholentzug''' versteht man den freiwilligen oder unfreiwilligen Verzicht auf [[Alkohol]] bei bestehendem [[Alkolholismus]].  
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Unter '''Alkoholentzug''' versteht man den freiwilligen oder unfreiwilligen Verzicht auf [[Alkohol]] bei bestehendem [[Alkoholismus]].  
  
 
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Version vom 28. Mai 2014, 15:43 Uhr

1 Definition

Unter Alkoholentzug versteht man den freiwilligen oder unfreiwilligen Verzicht auf Alkohol bei bestehendem Alkoholismus.

2 Hintergrund

Der stellt für den Patienten eine sehr schwere Phase dar. Der Alkoholiker muss lernen, sein Leben ohne Alkohol zu gestalten. Während des Alkoholentzugs muss eine absolute Alkoholabstinenz erfolgen.

Während des Alkoholentzugs treten Entzugserscheinungen auf, die umso stärker ausfallen, je länger der Alkoholismus besteht. Unbehandelt können Entzugserscheinungen lebensbedrohlich sein. Der Alkoholentzug sollte stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Er wird in der Regel unter stationärer Behandlung in Fachkliniken durchgeführt - als so genannte "qualifizierte Entzugsbehandlung".

3 Qualifizierte Entzugsbehandlung

Bei der qualifizierten Entzugsbehandlung geht es neben dem körperlichen Entzug auch darum, die Erkrankung aus psychologischer Sicht zu verstehen und sie bewältigen zu können. Hierbei ist es wichtig, die Motivation des Patienten zu stärken und aufrechtzuerhalten. So können Rückfälle verhindert werden. Bestehende Neben- und Folgeerkrankungen werden ebenfalls behandelt. Ziel ist es, den Patienten an ein Leben ohne Alkohol zu gewöhnen. Nach dem Alkoholentzug schließt sich die Entwöhnungspahse an.

4 Entzugsarten

4.1 "Kalter Entzug"

Beim kalten Entzug erfolgt die Therapie ohne medikamentöse Behandlung, jedoch meist entsprechender mit therapeutischer und pflegerischer Betreuung. Einige Alkoholiker versuchen den kalten Entzug allein, da das Schamgefühl zu groß ist und sie sich scheuen, professionelle Hilfe anzunehmen. Ein selbstständig durchgeführter kalter Entzug birgt jedoch gewisse Risiken. Daher sollte er nur unter ärztlicher und therapeutischer Aufsicht erfolgen. Die größte Komplikation ist das Delirium tremens, das mit Halluzinationen, Angstzuständen, Verwirrtheit, Zittern, Erregung, Hyperhidrosis und auch mit Krampfanfällen einhergehen kann. Im Rahmen einer qualifizierten Behandlung dauert ein kalter Entzug bis zu zwei Wochen.

4.2 "Warmer Entzug"

Der warme Entzug ist für den Patienten wesentlich angenehmer, da dieser mit Medikamenten unterstützt wird. Die Medikamente lindern die Entzugserscheinungen und verhindern mögliche Krampfanfälle. Bei einem warmen Entzug sind vorzeitige Therapieabbrüche seltener als beim kalten Entzug.

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