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Aktinfilament: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktinfilamente befähigen Zellen dazu, [[Pseudopodium|Pseudopodien]] zu bilden und ermöglichen so die amöboide Beweglichkeit bestimmter Zellen (z.B. [[Leukozyt]]en). Außerdem sind sie für die Membranbewegungen bei der [[Phagozytose]] veranwortlich. In [[Muskelzelle]]n sind Aktinfilamente gemeinsam mit den [[Myosinfilament]]en die molekulare Grundlage für die [[Kontraktion]].
 
Aktinfilamente befähigen Zellen dazu, [[Pseudopodium|Pseudopodien]] zu bilden und ermöglichen so die amöboide Beweglichkeit bestimmter Zellen (z.B. [[Leukozyt]]en). Außerdem sind sie für die Membranbewegungen bei der [[Phagozytose]] veranwortlich. In [[Muskelzelle]]n sind Aktinfilamente gemeinsam mit den [[Myosinfilament]]en die molekulare Grundlage für die [[Kontraktion]].
  
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Aktinfilamente interagieren mit verschiedenen anderen Proteinen, um die Zell- oder Gewebestabilität zu sichern:
 
Aktinfilamente interagieren mit verschiedenen anderen Proteinen, um die Zell- oder Gewebestabilität zu sichern:
 
* [[Cadherin]]e, welche die Zellkontakte in Gewebeverbänden vermitteln,  interagieren mit ihrer intrazellulären Domäne über verschiedene Interaktionspartner (u.a. [[Catenin]] und [[Vinculin]]) mit den Aktinfilamenten des Zytoskeletts.
 
* [[Cadherin]]e, welche die Zellkontakte in Gewebeverbänden vermitteln,  interagieren mit ihrer intrazellulären Domäne über verschiedene Interaktionspartner (u.a. [[Catenin]] und [[Vinculin]]) mit den Aktinfilamenten des Zytoskeletts.

Version vom 7. Juli 2007, 00:56 Uhr

Synonym: Mikrofilament
Englisch: microfilament

1 Definition

Aktinfilamente, auch Mikrofilamente genannt, sind lineare Proteinpolymere, die ein wichtiger Teil des Zytoskeletts einer Zelle sind.

2 Struktur

Aktinfilamente sind aus zwei helikal miteinander verwundenen Aktineinzelfäden aufgebaut. Sie entstehen durch Polymerisation aus einzelnen Molekülen des Strukturproteins Aktin. An ihren dünnsten Stellen besitzen sie einen Durchmesser von 6-7 nm, an ihren dicksten Stellen von etwa 9 nm.

3 Aufgaben

Aktinfilamente sind sehr variable Zellelemente, die ein Vielzahl verschiedener Aufgaben erfüllen.

3.1 Zellmorphologie

Aktinfilamente dienen vor allem der Erhaltung der Zellgestalt, indem sie unter der Zellmembran ein stabiles Netzwerk bilden. In diesem sind auch die Transmembranproteine verankert. Desweiteren enthalten die so genannten Mikrovilli ein zentrales Bündel aus Aktinfilamenten. Man findet sie in verschiedenen Organen (z.B. im Darm), wo sie resorptive Aufgaben erfüllen.

3.2 Zellteilung

Aktinfilamente verankern während der Mitose die Zentrosomen und erfüllen so eine wichtige Ausgabe während der Zellteilung.

3.3 Zellbeweglichkeit

Aktinfilamente befähigen Zellen dazu, Pseudopodien zu bilden und ermöglichen so die amöboide Beweglichkeit bestimmter Zellen (z.B. Leukozyten). Außerdem sind sie für die Membranbewegungen bei der Phagozytose veranwortlich. In Muskelzellen sind Aktinfilamente gemeinsam mit den Myosinfilamenten die molekulare Grundlage für die Kontraktion.

4 Integration

Aktinfilamente interagieren mit verschiedenen anderen Proteinen, um die Zell- oder Gewebestabilität zu sichern:

Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juli 2007 um 00:56 Uhr bearbeitet.

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