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Abortus imminens: Unterschied zwischen den Versionen

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Als '''Abortus imminens''' bezeichnet man eine drohende [[Fehlgeburt]].
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Als '''Abortus imminens''' wird eine drohende Fehlgeburt bei noch intakter [[Schwangerschaft]] bezeichnet.
  
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==Klinik==
[[Blutung]]en und/oder [[Wehentätigkeit]] bei geschlossenem [[Zervikalkanal]] und intakter [[Gravidität]].
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Ein Abortus imminens präsentiert sich in der Regel in Form leichter vaginaler Blutung während der Schwangerschaft, wobei der [[Muttermund]] jedoch geschlossen ist.
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Die weitere Basisdiagnostik ergibt:
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* Größe und Konsistenz des [[Uterus]] normal
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* Nachweis einer intakten Schwangerschaft in der [[Sonographie]], eventuell begrenztes [[retroplazentar]]es [[Hämatom]]
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* Regelrechte [[HCG]]-Spiegel
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Komplizierende Faktoren wie [[Fieber]] oder Störungen der [[Blutgerinnung]] bestehen nicht.
  
 
==Therapie==
 
==Therapie==
Es wird [[Bettruhe]] verordnet, solange die Blutung anhält. Daneben erfolgen [[Sonografie|sonographische Kontrollen]] und eine regelmäßige Bestimmung des [[beta-HCG|ß-HCG]]-Spiegels. Ab der 20. [[SSW]] und bei wehenartigen Beschwerden werden [[Tokolytikum|Tokolytika]] gegeben.
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Die Therapie ist supportiv und symptomatisch. Basismaßnahmen sind die stationäre Aufnahme, Bettruhe und Koitusverbot, zumindest bis zum Sistieren der Blutung.
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Einige Autoren befürworten eine perorale Gabe von [[Magnesium]] (wirkt [[tokolytisch]]) über einige Wochen. Bei einem Abortus imminens nach der 22. SSW kann eine intensivierte [[Tokolyse]] erfolgen.
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Im Rahmen der stationären Überwachung sollte der Status der Schwangerschaft alle 2-3 Tage sonographisch und labormedizinisch kontrolliert werden.
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Bei einer bekannten [[Corpus-luteum-Insuffizienz]] kann eine [[Gestagen]]therapie erfolgen. Bei negativem [[Rhesusfaktor]] der Mutter sollte eine [[Rhesusprophylaxe]] erfolgen.
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Klingt unter dieser Therapie die Blutung ab, kann die Schwangerschaft in der Regel fortgeführt werden. Ein eventuell bestehendes retroplazentares Hämatom kann sich organisieren und muss den weiteren Verlauf der Schwangerschaft nicht negativ beeinflussen.
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Nach einem Abortus imminens sollte die Schwangerschaft in kürzeren Abständen kontrolliert werden.
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[[Fachgebiet:Geburtshilfe]]
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[[Tag:Abort]]
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[[Tag:Fehlgeburt]]

Aktuelle Version vom 9. Oktober 2017, 15:20 Uhr

Synonym: Drohender Abort, Drohende Fehlgeburt

1 Definition

Als Abortus imminens wird eine drohende Fehlgeburt bei noch intakter Schwangerschaft bezeichnet.

2 Klinik

Ein Abortus imminens präsentiert sich in der Regel in Form leichter vaginaler Blutung während der Schwangerschaft, wobei der Muttermund jedoch geschlossen ist.

Die weitere Basisdiagnostik ergibt:

Komplizierende Faktoren wie Fieber oder Störungen der Blutgerinnung bestehen nicht.

3 Therapie

Die Therapie ist supportiv und symptomatisch. Basismaßnahmen sind die stationäre Aufnahme, Bettruhe und Koitusverbot, zumindest bis zum Sistieren der Blutung.

Einige Autoren befürworten eine perorale Gabe von Magnesium (wirkt tokolytisch) über einige Wochen. Bei einem Abortus imminens nach der 22. SSW kann eine intensivierte Tokolyse erfolgen.

Im Rahmen der stationären Überwachung sollte der Status der Schwangerschaft alle 2-3 Tage sonographisch und labormedizinisch kontrolliert werden.

Bei einer bekannten Corpus-luteum-Insuffizienz kann eine Gestagentherapie erfolgen. Bei negativem Rhesusfaktor der Mutter sollte eine Rhesusprophylaxe erfolgen.

Klingt unter dieser Therapie die Blutung ab, kann die Schwangerschaft in der Regel fortgeführt werden. Ein eventuell bestehendes retroplazentares Hämatom kann sich organisieren und muss den weiteren Verlauf der Schwangerschaft nicht negativ beeinflussen.

Nach einem Abortus imminens sollte die Schwangerschaft in kürzeren Abständen kontrolliert werden.

Tags: ,

Fachgebiete: Geburtshilfe, Gynäkologie

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Oktober 2017 um 15:20 Uhr bearbeitet.

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