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Ableitung nach Wilson

Version vom 19. August 2007, 22:01 Uhr von 80.135.92.48 (Diskussion)

Synonym: Wilson-Ableitung
Englisch: Wilson lead

1 Definition

Die Ableitung nach Wilson ist eine EKG-Ableitung in Herznähe an der Brustwand.

2 Elektrodenposition

Die Ableitung nach Wilson ist eine unipolare Brustwandableitung. Die Elektroden werden wie folgt platziert:

  • V1: 4. ICR am rechten Rand des Sternum
  • V2: 4. ICR am linken Rand des Sternum
  • V3: Zwischen V2 und V4 auf der 5. Rippe
  • V4: Schnittpunkt des 5. ICR mit der Medioklavikularlinie

Alle weiteren Elektroden werden - der linken Thoraxwand folgend - auf der gleichen Höhe wie V4 angebracht:

  • V5: auf der vorderen Axillarlinie (VAL)
  • V6: auf der mittleren Axillarlinie (MAL)

sowie elektiv, z.B. bei Verdacht auf einen Hinterwandinfarkt zusätzlich:

Bei speziellen klinischen Fragestelllungen können auch noch die so genannten Rechtsherzableitungen und hohe Brustwandableitungen hinzugezogen werden.

3 Ableitungen

V1-V6 werden als differente Elektroden jeweils gegen die zusammengeschalteten Extremitätenelektroden ("Central Terminal") abgeleitet.

4 Aussagekraft

Die Ableitung nach Wilson dient zur Darstellung von Potenzialänderungen in der Horizontalebene.

Fachgebiete: Kardiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 19. August 2007 um 22:01 Uhr bearbeitet.

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