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Überlastungssyndrom

Version vom 27. Juli 2021, 07:16 Uhr von Dr. Frank Antwerpes (Diskussion | Beiträge)

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Synonym: Overuse-Syndrom Englisch: overuse syndrome

1 Definition

Überlastungssyndrom ist eine Sammelbezeichnung für funktionelle oder strukturelle Beschwerden des Bewegungsapparates, die durch Überbeanspruchung ausgelöst werden.

2 Pathogenese

Die Veränderungen können entzündlich oder degenerativ sein. Viele, aber nicht alle dieser Zustände neigen bei Reduzierung oder Aussetzen der auslösenden Belastung zu Spontanheilung. Wird ein gewisses Maß der Belastung beibehalten, bleibt eine Heilung jedoch zumeist aus.

Overuse-Syndrome entstehen meist durch ein Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Regenerationszeit der Gewebe. Betroffen sind dann häufig eher bradytrophe Gewebe wie Sehnen, Bänder, Knorpel. Overuse ist in der Regel relativ zum Trainingsstand zu verstehen, da der Körper sich an wiederholt gesetzte Reize anzupassen versucht. Dabei haben nicht alle beteiligten Gewebe die gleiche Anpassungsgeschwindigkeit, sodass langsam-adaptierende Gewebe zur Schwachstelle werden können. Schnell-adaptierende Gewebe (wie Muskeln) nehmen hingegen an Leistungsfähigkeit zu.

  • Übermäßiger Gebrauch einer Funktion des Bewegungsapparates führt zu Überlastung einer oder mehrerer Strukturen. Das bedeutet, die Belastung steht in keinem tragfähigen Verhältnis zur Regeneration
  • Steigerung des Muskelstoffwechsels mit Anschwellen des Muskels bis zu einem Maß, an dem im entsprechenden Muskelkompartiment eine Enge entsteht (Kompartment-Syndrom)
  • Verschiedene Anpassungsgeschwindigkeit der Gewebe beim Training

2.1 Risikofaktoren

  • Nicht hinreichend aufgewärmter Zustand des Bewegungsapparates
  • Allgemeinbedingungen wie Kälte, Nässe
  • Technikmängel, Materialmängel
  • Training/Beanspruchung im erschöpften Zustand oder vor Ende der muskulären Regenerationsphase
  • Stoßartige/schlagartige Bewegungen
  • wiederholte Ausschöpfung der Muskelleistungsfähigkeit
  • Beanspruchung der Elastizität der Sehnen, insbesondere beim exzentrischen Training über die Muskelleistungsfähigkeit hinaus
  • sehr häufig wiederholte Bewegungen, sowohl am Stück als auch an verschiedenen Tagen
  • Stoffwechselstörungen, Mangelzustände
  • mangelnde Ruhephasen, zu dichter Trainingplan, insbesondere wenn die Leistungsfähigkeit einbricht ("Übertraining")
  • Fehlstellungen, Fehlbildungen etc.

3 Beispiele

4 Diagnose

Je nach Entität erfolgt die Diagnose meist anamnestisch und anhand der klinischen Untersuchung. In der Regel existieren klinische Tests (Sensitivität und Spezifität beachten), weniger häufig ist eine Bildgebung (Sonographie, Röntgen, MRT) erforderlich.

5 Therapie

Die meisten der oben genannten Zustände heilen spontan im Rahmen der Stoffwechselgeschwindigkeit der betroffenen Gewebe aus. Zumeist gehört zur Therapie:

  • Absetzen/Reduzieren der auslösenden Belastung, Verlängerung der Regenerationsphasen, falls nötig Belastungspause. Eine längere strikte Ruhigstellung ist nur selten indiziert. Erhalt eines jeweils adäquaten Maßes an Beanspruchung
  • Kräftigungstraining ohne Schmerzauslösung, ohne Beanspruchung der Elastizität der Sehnen, ohne stoßartige Belastungen, ohne schwere exzentrische Lasten, sondern mit leichteren Gewichten und hoher Wiederholungszahl bis hin zu mittelschweren Lasten, vorzugsweise isometrisch, isotonisch oder konzentrisch
  • So weit möglich Abstellen der prädisponierenden Faktoren, also ggf. Verbesserung von Technik, Material, Bewegungsanalyse, orthopädische Hilfsmittel

Diese Seite wurde zuletzt am 20. Oktober 2021 um 09:59 Uhr bearbeitet.

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