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Östrogenrezeptor

Version vom 27. November 2014, 21:37 Uhr von Simon Schuckel (Diskussion | Beiträge)

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1 Definition

Östrogenrezeptoren gehören zu den Steroidrezeptoren und sind daher nukleäre Rezeptoren. Sie werden durch das Steroidhormon Östrogen aktiviert. Ihre wichtigste Funktion ist die Wirkung als DNA-bindender Transkriptionsfaktor. Bisher wurden zwei humane Rezeptorsubtypen identifiziert:

  • Östrogenrezeptor-&alpha (ER&alpha)
  • Östrogenrezeptor-&beta (ER&beta)

2 Struktur

Der Östrogenrezeptor-&alpha besteht aus 595 Aminosäuren, der Östrogenrezeptor-&beta aus 540 Aminosäuren. Beide Rezeptoren besitzen insgesamt sechs Domänen (A-F):

In vielen Zellen werden beide Subtypen gleichzeitig exprimiert. Bei der hormonaktivierten Rezeptordimerisierung kann es daher zur Bildung von Homodimeren (ER&alpha&alpha bzw. ER&beta&beta) oder Heterdimeren (ER&alpha&beta) kommen.

3 Liganden

Es gibt verschiedene Liganden, die sich in ihrer Affinität zu den Rezeptorsubtypen unterscheiden:

  • Östradiol und Coumestrol können an beide Rezeptorsubtypen binden.
  • Östron und Raloxifen binden vorzugsweise an den Östrogenrezeptor-&alpha
  • Östriol und Genistein binden vorzugsweise an den Östrogenrezeptor-&beta

Diese Seite wurde zuletzt am 28. Februar 2018 um 18:24 Uhr bearbeitet.

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