Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Östrogen: Unterschied zwischen den Versionen

Zeile 13: Zeile 13:
  
 
Die Biosynthese der Östrogene verläuft vom [[Cholesterin]] ausgehend zum [[Pregnenolon]] und weiter zum [[Androstendion]] und [[Testosteron]]. Letzteres wird dann in die Östrogene umgewandelt. Dadurch wird verständlich, dass im weiblichen Organismus auch [[Androgen]]e (täglich etwa 1 mg) gebildet werden. Im zirkulierenden [[Blut]] sind die Östrogene zu etwa 60% an [[Plasmaproteine]] gebunden.
 
Die Biosynthese der Östrogene verläuft vom [[Cholesterin]] ausgehend zum [[Pregnenolon]] und weiter zum [[Androstendion]] und [[Testosteron]]. Letzteres wird dann in die Östrogene umgewandelt. Dadurch wird verständlich, dass im weiblichen Organismus auch [[Androgen]]e (täglich etwa 1 mg) gebildet werden. Im zirkulierenden [[Blut]] sind die Östrogene zu etwa 60% an [[Plasmaproteine]] gebunden.
 
Neben den natürlich vorkommenden Östrogenen sind auch [[synthetisch]]e Östrogene verfügbar, die infolge geringer Änderungen ihrer Molekularstruktur auch bei [[oral]]er Gabe wirksam sind. Die natürlichen Östrogene sind oral eingenommen unwirksam, da sie bei der [[Leberpassage]] inaktiviert werden ([[First-Pass-Effekt]]). Synthetische Östrogene werden vor allem zur Ovulationshemmung im Rahmen der [[hormonelle Kontrazeption|hormonellen Kontrazeption]] verwendet.
 
  
 
==Wirkungen==
 
==Wirkungen==

Version vom 3. November 2004, 01:39 Uhr

Die Östrogene gehören neben den Gestagenen zu den Sexualhormonen des weiblichen Geschlechts. Biochemisch handelt es sich bei den Östrogenen um Steroidhormone. Sie werden hauptsächlich im Ovar, in den Zellen der Ovarialfollikel zyklusabhängig produziert.

1 Substanzen

Die drei Östrogene sind:

Östrogene sind Steroidhormone mit 18 Kohlenstoffatomen und einem ungesättigten aromatischen A-Ring. Östron besitzt etwa 30%, Östriol etwa 10% der biologischen Aktivität des Östradiols. Östradiol ist das wichtigste östrogene Hormon.

2 Stoffwechsel

Während der Ovulationsphase (dem Zeitpunkt maximaler Ausschüttung) werden täglich etwa 200 μg Östrogene sezerniert. Die Östrogene werden in den die Ovarialfollikel umgebenden Thekazellen und Granulosazellen produziert. Mit der Reifung des Follikels nimmt die Östrogenbildungsrate zu und erreicht unmittelbar vor dem Eisprung ein Maximum. Eine weitere Stätte der Östrogenproduktion ist während der Schwangerschaft die Plazenta.

Die Biosynthese der Östrogene verläuft vom Cholesterin ausgehend zum Pregnenolon und weiter zum Androstendion und Testosteron. Letzteres wird dann in die Östrogene umgewandelt. Dadurch wird verständlich, dass im weiblichen Organismus auch Androgene (täglich etwa 1 mg) gebildet werden. Im zirkulierenden Blut sind die Östrogene zu etwa 60% an Plasmaproteine gebunden.

3 Wirkungen

Beim weiblichen Organismus lösen die Östrogene den so genannten Östrus (Hitze, Brunst) aus, der eine periodisch auftretende geschlechtliche Erregung darstellt. Weiterhin bewirken die Östrogene die Ausbildung und Erhaltung der sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale, beim Menschen vor allem die Entwicklung der Brust und den Aufbau der Milchdrüsen sowie die Ausbildung der Gebärmutter.

Östrogene bewirken eine Uterusvergrößerung und eine Proliferation der Schleimhaut des Uterus und des Uterushalses. Der Uterushals sondert unter der Einwirkung von Östrogen ein fadenziehendes, klares Sekret (Farnkrautphänomen) ab. Das Epithel der Vagina erfährt unter der Wirkung der Östrogene eine Verdickung und Verhornung.

Östrogene besitzen auch allgemeine Wirkungen auf den Stoffwechsel. Sie fördern die Retention von Calcium, Phosphat und Natrium und hemmen die Bildung von Knochenmatrix.

Tags:

Fachgebiete: Biochemie, Physiologie

Diese Seite wurde zuletzt am 28. August 2008 um 08:48 Uhr bearbeitet.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

27 Wertungen (3.78 ø)

241.111 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: