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Ösophaguskarzinom: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Karzinome sind meist an den physiologischen Engen der mittleren oder [[distal]]en Speiseröhre lokalisiert.
 
Die Karzinome sind meist an den physiologischen Engen der mittleren oder [[distal]]en Speiseröhre lokalisiert.

Version vom 21. Januar 2016, 13:54 Uhr

Synonym: Ösophaguscarcinom, Ösophagus-CA
Englisch: esophageal cancer

1 Definition

Beim Ösophaguskarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor (Krebs) in der Speiseröhre (Ösophagus).

Man unterteilt Ösophaguskarzinome in:

2 Epidemiologie

Die Häufigkeit von Ösophaguskarzinom beträgt zwischen 3-5:100.000 je nach Gebiet. Besonders zahlreich sind sie in Süd-Ost-Asien.

3 Ätiologie

Was genau den Krebs verursacht, ist nicht bekannt. Eine erhöhte Inzidenz ist bei Nikotinabusus, Alkoholabusus, sowie bei vermehrter Aufnahme von Nitrosaminen erwiesen.

Ein Ösophaguskarzinom entwickelt sich in der Regel aus einer Präkanzerose. Dazu gehören u.a.:

4 Pathologie

2/3 der Ösophaguskarzinome sind Plattenepithelkarzinome mit intramuralem, ulzerösen, polypösen oder diffus infiltrierendem Wachstum.

1/3 der Ösophaguskarzinome sind Adenokarzinome; v.a. Barrett-Ösophagus. Selten sieht man ein adenoidzystisches Adenokarzinom oder ein undifferenziertes kleinzelliges Adenokarzinom. Die Inzidenz der Adenokarzinome ist in den letzten Jahren zunehmend.

Die Karzinome sind meist an den physiologischen Engen der mittleren oder distalen Speiseröhre lokalisiert.

Oft kommt es bei Ösophaguskarzinom zu einer lymphogenen Metastasierung der Krebszellen.

5 Symptomatik

Zunächst hat der Patient unspezifische Dysphagie (Schluckbeschwerden beim Essen) und/oder Pseudohypersalvation (Probleme mit dem Schlucken von Speichel). Meist kommt es zu einem Gewichtsverlust. Mögliche weitere Symptome sind zudem retrosternale Schmerzen zervikale Lymphadenopathie, selten Nervenlähmungen (z.B. Nervus laryngeus recurrens)

6 Diagnostik

Zu den diagnostischen Methoden zum Auffinden eines Ösophaguskarzinom gehören u.a.:

7 Therapie

Palliativ kommen Radiochemotherapie und die Implantation eines Stents oder Tubus in Frage.

Die Prognose ist in der Regel schlecht. Die Fünf-Jahre-Überlebensrate liegt bei nur 20%. Bei Palliativmaßnahmen beträgt die Überlebenszeit selten mehr als 1/2 Jahr.

Diese Seite wurde zuletzt am 26. Oktober 2020 um 11:30 Uhr bearbeitet.

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