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Ureaplasma urealyticum

Englisch: ureaplasma urealyticum

1 Definition

Ureaplasma urealyticum ist ein Bakterium aus der Familie der Mycoplasmataceae und bewohnt als Kommensale den Urogenitaltrakt.

2 Erreger

Ureaplasma urealyticum ist ein sehr kleines (0,1-0,6 µm) Bakterium, das sowohl eine RNS, als auch eine DNS besitzt. Es verfügt über keine Zellwand, weswegen das Bakterium nicht nach Gramfärbung anfärbbar ist. Dies ist auch der Grund dafür, wieso Beta-Laktam-Antibiotika erfolglos sind, da diese ja nur auf Bakterien wirken, die eine Zellwand mit einer Mureinschicht aufbauen können. Auch das im Endosom vorkommende Enzym Lysozym, das normalerweise die Zellwand von Bakterien angreift und zerstört, bleibt hier ohne Wirkung. Da Ureaplasma urealyticum bei vielen Menschen als Kommensale den Urogenitaltrakt bewohnt und die Normalflora ausmacht, nutzt er zwar den Menschen als Wirtsorganismus zu seinen eigenen Gunsten, ruft jedoch hier keine pathogenen Wirkungen hervor und bleibt somit für den nicht-immunsupprimierten Menschen apathogen.

3 Reservoir

Das Reservoir stellt nur der Mensch dar.

4 Klinik

Ureaplasma urealyticum kann verschiedene Erkrankungen des Urogenitaltrakts verursachen:

Intrauterin kann eine Infektion zum Abort oder einer Frühgeburt führen.

5 Diagnostik

Mann kann den Erreger auf einem Spezialnährmedium kultivieren.

6 Therapie

Da Beta-Laktam-Antibiotika unwirksam sind, wird bei der Therapie einer Infektion mit Ureaplasma urealyticum auf Erythromycin oder Tetracycline wie Doxycyclin zurückgegriffen.

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