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Osmotische Resistenz

Synonym: Osmotische Stabilität

1 Definition

Osmotische Resistenz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit von Zellen, in der Regel von Erythrozyten, gegenüber der Wirkung des Wassereinstroms in einem hypotonen Milieu.

2 Pathophysiologie

Die Bestimmung der osmotischen Resistenz von Erythrozyten spielt bei der Diagnostik von Anämieformen eine Rolle. In hypotoner Flüssigkeit kommt es physiologisch zum Einstrom von Wasser. Da die Zellmembran der roten Blutzellen nur gering dehnbar ist, entstehen nach Erreichen einer Kugelgestalt Membrandefekte. Je nach Konzentration der hypotonen Lösung und Morphologie des Erythrozyten schwankt das Ausmaß der daraus resultierenden Hämolyse.

Eine beginnende Hämolyse findet sich normalerweise bei 0,40 bis 0,44 %iger Natriumchloridlösung, eine vollständige bei 0,34 - 0,30 %iger Lösung. Mittels Verdünnungsreihe wird die Resistenzbreite, also die Konzentrationsdifferenz vom Beginn bis zur vollständigen Hämolyse, gemessen. Sie liegt normalerweise im Bereich von 0,06 bis 0,14.

3 Interpretation

Erniedrigte Werte bedeuten, dass die Erythrozyten erst bei niedrigen Natriumchloridkonzentrationen hämolysieren. Ihre osmotische Resistenz ist somit erhöht. Diese Situation zeigt sich bei:

Eine verminderte osmotische Resistenz liegt vor bei:

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