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Myopathie

von altgriechisch: μῦς ("mys") - Muskel; πάθος ("pathos") - Leiden
Englisch: myopathy

1 Definition

Unter dem Begriff Myopathie werden alle Eigenerkrankungen der Muskeln zusammengefasst, die keine neuronalen Ursachen haben. Myopathien zeichnen sich immer durch eine Schwäche des betroffenen Muskels aus.

2 Hintergrund

Myopathien sind Krankheiten mit strukturellen Veränderungen oder funktionellen Beeinträchtigungen der Muskeln. Meist ist die quergestreifte Skelettmuskulatur betroffen, tritt die Erkrankung im Myokard auf, spricht man von einer Kardiomyopathie. Myopathien sind eher selten und zeichnen sich meist durch einen milden Verlauf aus, viele sind sogar nur vorübergehend. Nur einige wenige Myopathien, wie die Muskeldystrophie, haben einen heftigen Verlauf.

3 Einteilung

Myopathien werden in vier Kategorien eingeteilt:

  • primäre Myopathien
  • Myopathien bei anderen Grunderkrankungen
  • entzündliche Myopathien
  • sonstige Myopathien

3.1 Primäre Myopathien

Alle Erkrankungen, die primär auf eine Erkrankung der Muskulatur zurückzuführen sind, werden als primäre Myopathien bezeichnet. Dazu gehören:

3.2 Myopathien bei anderen Grunderkrankungen

Myopathien können auch eine Folge von anderen Erkrankungen sein. Dazu gehören verschiedene Stoffwechselerkrankungen oder endokrine Erkrankungen, wie die Hyperthyreose. Aber auch in Folge von Mangelernährung und Unterversorgung des Körpers können Myopathien auftreten.

3.3 Entzündliche Myopathien

Entzündlichen Myopathien zeichnen sich durch eine Entzündung im Muskelgewebe und eine daraus folgende Degeneration aus. Sie werden zu den Autoimmunerkrankungen gezählt, da der Körper die eigenen Muskelfasern als Fremdkörper ansieht und sie durch das Immunsystem eliminiert werden. In wenigen Fällen können entzündliche Myopathien auch durch pathogene Erreger ausgelöst werden.

3.4 Sonstige Myopathien

Zu den sonstigen Myopathien werden alle Myopathien gezählt, die durch exogene Stoffe induziert werden. Dazu zählen Medikamente, aber auch verschiedene Drogen oder Alkohol.

4 Diagnose

Zur Diagnose von Myopathien werden hauptsächlich zwei Verfahren eingesetzt: die Elektromyographie (EMG) und die Muskelbiopsie. Bei Verdacht auf genetisch-bedingte Myopathien wird die Diagnose über molekulargenetische Analysen gesichert.

Diese Seite wurde zuletzt am 7. März 2022 um 15:52 Uhr bearbeitet.

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