Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Musculus iliopsoas (Veterinärmedizin)

Synonyme: M. iliopsoas, Lenden-Darmbeinmuskel

1 Definition

Der Musculus iliopsoas ist ein Skelettmuskel der zur Beckengürtelmuskulatur gehört und bei allen Haussäugetieren ausgebildet ist.

2 Anatomie

Der Musculus iliopsoas ist der stärkste der drei inneren Lendenmuskeln und setzt sich aus zwei Portionen zusammen:

Beim Fleischfresser sind beide Portionen zu einem einheitlichen Muskel verschmolzen.

2.1 Verlauf

Der Musculus psoas major entspringt lateral an den Lendenwirbelkörper sowie der Basis ihrer Querfortsätze. In den meisten Fällen entspringt er zusätzlich noch an den letzten ein bis zwei Brustwirbeln und proximal an den entsprechenden Rippen. Er liegt seitlich des Musculus psoas minor dem Musculus quadratus lumborum ventral auf und setzt nach Passieren der Lacuna musculorum (Muskelpforte) am Trochanter minor ossis femoris an.

Der Musculus iliacus entspringt an der Facies iliaca des Darmbeinflügels (Ala ossis ilii) sowie an der Darmbeinsäule (Corpus ossis ilii). Anschließend zieht er zusammen mit dem Musculis psoas major durch die Muskelpforte nach distal und setzt mit diesem gemeinsam am Trochanter minor an.

2.2 Innervation

Der Musculus iliopsoas der Haussäugetiere wird motorisch durch Zweige der Rami ventrales der ersten 4 bis 5 Lendennerven innerviert. Beim Pferd sind die Rami ventrales der Lendennerven sowie die Zweige der letzten Interkostalnerven, des Plexus lumbalis, des Nervus femoralis und des Nervus genitofemoralis an der motorischen Versorgung beteiligt.

3 Funktion

Bei Kontraktion bewirkt der Musculus iliopsoas ein Vorführen der Hintergliedmaße unter Beugung des Hüftgelenks und gleichzeitiger Drehung des Kniegelenks nach außen. Zusätzlich kann er sich an der Steilerstellung des Beckens beteiligen und bei fixierter Gliedmaße die Wirbelsäule stabilisieren bzw. dorsal-konvex aufbiegen. Bei rückwärtsgestellter Gliedmaße zieht er den Rumpf zusätzlich nach hinten.

4 Literatur

  • Nickel, Richard, Schummer, August, Seiferle, Eugen. Lehrbuch der Anatomie der Haustiere, Band I: Bewegungsapparat. Parey Verlag, 2003.

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