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Monoklonale Gammopathie

Englisch: monoclonal gammopathy

1 Definition

Als monoklonale Gammopathie bezeichnet man das pathologisch erhöhte Vorkommen eines monoklonalen Antikörpers innerhalb der Gamma-Fraktion der Serumproteine.

2 Ätiologie

Ursächlich ist die unkontrollierte Proliferation eines meist maligne transformierten B-Zellklons.

Krankheiten mit assoziierter Gammopathie sind u.a.:

Wenn ein Paraprotein festgestellt wurde, bestimmte andere Kriterien zur Diagnose eines Myeloms aber nicht erfüllt werden, spricht man von Monoklonaler Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS). Wenn neben dem Nachweis des Paraproteins lediglich eine Nierenerkrankung, meist eine Niereninsuffizienz besteht, aber weitere Kriterien zur Definition des Multiplen Myeloms nicht erfüllt werden, so spricht man von einer Monoklonalen Gammopathie renaler Signifikanz (MGRS).

3 Klinische Bedeutung

Eine monoklonale Gammopathie sollte in folgenden Fällen in Betracht gezogen werden:

4 Diagnostik

Die Serumeiweißelektrophorese zeigt einen zusätzlichen Peak (M-Gradient) innerhalb, manchmal auch vor der Gamma-Fraktion. Der qualitative Antikörpernachweis erfolgt mittels Immunelektrophorese.

Es gibt seltene Formen von Myelomen, die in der Serumeiweißelektrophorese nicht auffindbar sind, z. B. sog. nichtsekretorische Myelome. Eine normale Elektrophorese schließt die Erkrankung daher nicht vollständig aus.

siehe auch: Paraproteinämie

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