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Lokalanästhesie

Synonym: Örtliche Betäubung, LA, Regionalanästhesie
Englisch: local anaesthesia

1 Definition

Die Lokalanästhesie führt durch reversible Funktionshemmung von Nervenbahnen zu einer Schmerzausschaltung (Anästhesie) in einem begrenzten Gebiet des Körpers. Die entsprechenden Medikamente, welche die Nervenleitung vorübergehend unterbrechen, nennt man Lokalanästhetika.

2 Formen

Man unterscheidet abhängig von Applikationsart des Lokalanästhetikums und der Größe des zu betäubenden Körperareals unter verschiedenen Formen der Lokalanästhesie:

3 Vorteile

Der Vorteil gegenüber der Allgemeinanästhesie zeigt sich darin das Lungen- und Hirnfunktion, Stoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt nur geringfügig beeinträchtigt werden. Damit können lokalanästhetische verfahren auch angewendet werden, wenn der Patient in schlechtem Allgemeinzustand ist oder eine Vollnarkose nicht gewünscht wird.

Bei Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen kann die Lokalanästhesie das perioperative Risiko reduzieren. Die maschinelle Beatmung im Rahmen der Allgemeinanästhesie geht immer mit einer Abnahme der funktionellen Residualkapazität und der Compliance einher. Dies sorgt gerade bei chronischen Lungenerkrankungen zu einem vermehrten Auftreten von respiratorischen Komplikationen. Darüber hinaus sorgen verschiedene Medikamente der Allgemeinanästhesie (einige Muskelrelaxanzien, Opioide und Barbiturate) zu einer Histaminfreisetzung, die bei hyperreagiblem Bronchialsystem zu Komplikationen führen kann.

4 Kontraindikationen

In bestimmten Fällen können Lokalanästhesieverfahren mit einer Allgemeinnarkose kombiniert werden, beispielsweise zur postoperativen Schmerztherapie durch Periduralkatheter.

Diese Seite wurde zuletzt am 29. November 2013 um 23:37 Uhr bearbeitet.

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