Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Levofloxacin

Handelsnamen: Tavanic®, Levaquin® (USA) u.a.

1 Definition

Levofloxacin ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der Fluorochinolone gehört. Es gehört mit dem verwandten Moxifloxacin wegen der guten Wirksamkeit gegen Pneumokokken zu der Gruppe der sogenannten "Atemwegschinolone".

2 Chemie

Levofloxacin hat die Summenformel C18H20FN3O4 und eine molare Masse von 361,37 g/mol.

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Levofloxacin ist ein Enantiomer des Ofloxacins, wobei es im Vergleich zu diesem in vitro die doppelte Wirksamkeit erreicht und auch in höheren Dosen verabreicht werden kann.

3 Wirkmechanismus

Die Inhibition der Gyrase, einem Enzym, das für die Entdrillung des DNA-Doppelstranges im Rahmen der Replikation notwendig ist, führt dazu, dass dieser Vorgang nicht möglich ist. Das Wachstum des Erregers unterbleibt, so dass Levofloxacin insgesamt bakterizid wirkt.

4 Pharmakokinetik

Levofloxacin wird nach oraler Gabe schnell und vollständig resorbiert. Die Bioverfügbarkeit bei oraler Verabreichung ist mit der intravenösen Gabe vergleichbar. Die Plasmaproteinbindung liegt zwischen 24 und 38 %. Im Lungengewebe konnten Gewebekonzentrationen nachgewiesen werden, die das doppelte bis fünffache des Plasmakonzentration erreichen.

Die Eliminationshalbwertzeit beträgt rund 6 bis 8 Stunden. Levofloxacin wird überwiegend (> 85 %) unmetabolisiert über den Urin ausgeschieden.

5 Indikationen

Levofloxacin ist indiziert für die Behandlung bakterieller Infektionen der Atemwege (z.B. bakterielle Pneumonie und Lungenmilzbrand), des Gastrointestinaltrakts sowie Urogenitaltrakts (z.B. bakterielle Prostatitis). Hierzu zählen Infektionen mit:

Ebenfalls ist Levofloxacin für die Behandlung chronischer Infektionen mit Pseudomonas aeruginosa bei Patienten mit Mukoviszidose indiziert.

6 Nebenwirkungen

Es kann vor allem bei älteren Patienten – insbesondere im Zuge einer begleitenden Therapie mit Glukokortikoiden – aufgrund von einer Überexpression von sogenannten Metalloproteinasen zu nachhaltigen Achillessehnenschäden bis hin zu Achillessehnenrupturen kommen.[1]

7 Kontraindikationen

8 Warnhinweise

Das BfArM wies im Oktober 2018 durch einen Rote-Hand-Brief auf ein erhöhtes Risiko für Aortenaneurysmen und -dissektionen unter Levofloxacin hin. Dieses Risiko besteht auch bei anderen systemisch oder inhalativ angewendeten Fluorchinolonen.[2]

9 Quellen

  1. Black Box Warning FDA (USA) v. 9.10.2008
  2. Rote-Hand-Brief zu systemisch und inhalativ angewendeten Fluorchinolonen: Risiko für Aortenaneurysmen und Aortendissektionen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Oktober 2018, abgerufen am 9.1.2019

Diese Seite wurde zuletzt am 18. März 2022 um 09:58 Uhr bearbeitet.

Sehr geehrter Herr Dr. Kuhn, vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis zu möglichen Nebenwirkungen unter Levofloxacin. Zum Zwecke der Nebenwirkungsmeldung haben die beiden für die Sicherheit von Arzneimitteln zuständigen Bundesoberbehörden, BfArM und PEI, ein gemeinsames Online-Portal, wahlweise für Fach- oder Laienkreise adaptiert. Wir bitten Sie daher, Ihren Fall über einen der folgenden Links an die BfArM zu senden: Heilberufe: http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/RisikenMelden/uaw/_node.html Patienten: http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/RisikenMelden/NW-MeldungVerbr/_node.html Mit den besten Grüßen aus Köln
#2 am 18.01.2017 von Lisa Schönwälder (DocCheck Team)
Ich kann die überaus schmerzhafte und lange anhaltende (bisher 6 Wochen) Schädigung der Wadenmuskulatur und vor allem der Achillessehne aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Ich rate dringend von der Anwendung bzw. der Einnahme von Levofloxacin. Das "Medikament" sollte nicht verschrieben werden.
#1 am 07.01.2017 von Dr. Walter Kuhn (Nichtmedizinischer Beruf)

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