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Körnerzelle (Kleinhirn)

1 Definition

Körnerzellen sind sehr kleine, exzitatorische (glutamaterge) Neurone der Kleinhirnrinde.

2 Neuroanatomie

Körnerzellen besitzen ca. 3-5 kurze Dendriten, die sich in den Glomeruli cerebellares befinden. Diese Fortsätze bilden komplexe Synapsen mit Moosfaserterminalen. Außerdem gehen die Fortsätze Kontakte mit Golgi-Zellen ein. Jeder Dendrit einer Körnerzelle zieht in einen anderen Glomerulus cerebellaris.

Das unmyelinisierte Axon einer Körnerzelle steigt senkrecht aus dem Stratum granulosum in das Stratum moleculare auf und teilt sich T-förmig. Diese Parallelfasern verlaufen parallel zur Längsachse der Folia cerebelli. Dabei geben ihr rundliche Erweiterungen entlang des Verlaufs ein perlschnurartiges Aussehen. Diese Varikositäten sind Orte, an denen inhibitorische Synapsen mit den Dornen der Purkinje-, Golgi-, Stern- und Korbzellen ausgebildet sind. Ungefähr 250.000 Parallelfasern durchqueren senkrecht den verzweigten Dendritenbaum einer Purkinje-Zelle und erregen diese mittels Glutamat.

Diese Seite wurde zuletzt am 4. März 2020 um 18:41 Uhr bearbeitet.

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