Diskussion:Sympathikus

Ist diese Formulierung vom "Gegenspieler" nicht eigentlich überholt? Spieler und Gegenspieler oder Agonist und Antagonist wären sie doch in erster Linie dann, wenn ein beliebiges Organ i.d.R. sowohl durch Sympathicus und Parasympathicus innerviert würden. Tatsächlich aber nennt bspw. eine Aufzählung im Schmidt/Lang (Zitat momentan nicht möglich, ist in der Umzugskiste) überwiegend Fälle, in denen entweder der eine oder der andere für die Innervation zuständig ist.

Um nicht aneinander vorbei zu reden ein Bild: "Gegenspieler" würde bedeuten, daß wir in einem Fahrzeug mit Gas- und Bremspedal unterwegs sind. Tatsächlich gibt es aber wohl Organe, die durch mehr oder weniger tief durchgetretenes Gaspedal reguliert werden und solche, die mit stark erhöhtem Standgas fahren und nur durch Betätigung des Bremspedals reguliert werden.

Wichtiges Beispiel um das nochmal zu verdeutlichen ist das Herz. Es gehört zwar zu den von beiden (Symp./Parasymp.) regulierten Organen, aber die Parasympathicus-Wirkung beschränkt sich weitgehend auf die Vorhöfe, während der Sympathicus auf das gesamte Erregungsleitungssystem Einfluß hat - die Wirkungen des Sympathicus betreffen alle 5 Parameter der Regulierung (Chronotropie, Lusitropie, Bathmotropie, Inotropie und Dromotropie), die des Parasympathicus nur drei dieser Parameter.

Damit fällt auch das Herz als eines der Beispiele für die Vorstellung von Gegenspielern weitgehend weg.

Alfred 27.03.08, 23:30 (CET)


Da hast Du nicht ganz unrecht. Das ist eine Vereinfachung. Habe mal eine Alternative formuliert, die das ein wenig aufweicht. Dr. Frank Antwerpes 28.03.08, 01:04 (CET)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Letzte Autoren des Artikels:

0 Wertungen (0 ø)

1.407 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: