Diskussion:Harninkontinenz

Es wäre gut, wenn der Artikel sich auch dem Thema der Harninkontinenz nach radikaler Prostata-Operation (RPV) gewidmet hätte. Vielleicht ist das in einem Nachtrag möglich.

Ein erheblicher Prozentsatz der operierten Männer bleibt dauerhaft inkontinent, wenn sich innerhalb eines Jahr die Kontinenz nicht mehr einstellt.

Die Hauptaufgabe kommt dabei vermutlich dem verblieben inneren, vegetativ innerviertem Schließmuskel (Musculus sphincter urethrae glaber = glatt-muskulärer Teil Schließmuskels) zu, der den die Harnröhre verschließenden Grundtonus resp. Dauertonus nicht mehr einstellt. Die sympathikotone Stimulation erweitert das Lumen der Harnröhre, die parasympathikotone Stimulation erhöht den Muskeltonus und verschließt sie.

Der willkürlich innervierte Musculus sphincter urethrae transversostriatus = quergestreifter Teil Schließmuskels kann aufgrund seiner Physiologie keinen Dauertonus aufbauen und halten. Er kann lediglich wie jeder andere quergestreifte Muskel durch Beckenbodentraining resp. isometrische Übungen innerhalb bestimmter Grenzen gestärkt werden.

Handelt es sich bei der Inkontinenz nach der RPV etwa um einen nicht mehr funktionierenden Lernprozess wie er im Säuglingsalter ja geschieht - z.B. als Folge einer traumatischen Schockstarre oder anderer psychosomatischer Konstellationen? Hier besteht m.E. erheblicher Forschungsbedarf.

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